Grenzüberschreitende Versorgung von Traumapatienten


Selbstverständlich fliegen deutschen Rettungshubschrauber Krankenhäuser in den Niederlanden an. (Foto: Euregio)Enschede, NL (pm) – Im Euregio-Gebiet sind Patienten, die notfallmedizinisch versorgt werden müssen, bestens aufgehoben. Deutsche und niederländische Rettungs-Hilfskräfte bilden bei schweren Unfällen von jetzt an ein gemeinsames Team.

Da bei schwerverletzten Patienten jede Sekunde zählt, ist die Behandlung in einem speziell dafür ausgestatteten Krankenhaus von essenzieller Bedeutung.
Am 10. Juni 2010 wird das Enscheder Krankenhaus ‚Medisch Spectrum Twente’ offiziell an das deutsche Krankenhaus-Netzwerk angeschlossen. Die Zulassung erfolgt während des deutsch-niederländischen Kongresses ‚Über die Grenze!’, bei dem praktische Aspekte grenzüberschreitender Zusammenarbeit in der Notfallversorgung im Mittelpunkt stehen. Mit diesem Anschluss des ersten niederländischen überregionalen Traumacentrums an ein deutsches Traumanetzwerk werden die Tore für die Zusammenarbeit von deutschen und niederländischen Notfallmedizinern in der EUREGIO weit geöffnet. Ein enormer Gewinn für die Patienten.

Zusammenarbeit

Im deutsch-niederländischen Grenzgebiet wird in manchen Bereichen der Notfallversorgung bereits zusammengearbeitet. Der deutsche Rettungshubschrauber aus Rheine versorgt beispielsweise das gesamte Euregio-Gebiet und auch die Rettungsdienste arbeiten seit einigen Jahren grenzüberschreitend zusammen. Eine gute Zusammenarbeit ist jedoch nicht immer selbstverständlich. Unterschiedliche Arbeitsweisen, Sprachprobleme oder auch kulturelle Unterschiede können zu Schwierigkeiten führen, die unter Umständen fatale Folgen haben. Praktische Vorgehensweisen müssen miteinander abgestimmt werden. Oft ist nicht bekannt, welche Krankenhäuser auf der anderen Seite der Grenze über die Möglichkeiten verfügen, den Notfallpatienten aufzunehmen und adäquat zu versorgen.

Fortschritt

Die verschiedenen Partner in der Euregio, haben sich zum Ziel gesetzt, die Öffnung der Grenze für Notfallpatienten zu unterstützen. Hierfür wird es am 10. Juni 2010 auch einen großen deutsch-niederländischen Kongress zum Thema grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Enschede geben. Ein Tag, an dem Fachkräfte aus der Notfallversorgung aus Deutschland und den Niederlanden sich kennenlernen und über Arbeitsweisen, Erfolge oder Missverständnisse austauschen können.

Mehr Information: http://www.trendsintrauma.nl/

2 Responses to “Grenzüberschreitende Versorgung von Traumapatienten”

  1. campesino on Juni 10th, 2010 21:07

    vorbildlich… wenn das mal so in der deutsch-französischen Zusammenarbeit laufen würde…

  2. HLK60 on Juni 13th, 2010 11:16

    Zur Information der Lifeliner 3 aus Nymwegen wird schon seit ungefähr 3 Jahren im Raum Kreis Kleve eingesetzt, und man hat nur positive Erfahrungen damit gemacht.

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