Gewitterfront: Seenotretter für zwei Kutter im Einsatz


Barhöft (DGzRS) – Gleich zwei Mal musste der Seenotkreuzer „Theo Fischer“ (derzeitiger Liegeplatz Barhöft) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gestern auslaufen, um zwei Kutterbesatzungen zu Hilfe zu kommen.

 

Zunächst war gegen 18.50 Uhr ein 13 Meter langer, zum Sportschiff umgebauter Kutter mit einem Mann an Bord in Not geraten, als er in schwerem Wetter vor dem Darß in Höhe der Untiefentonne Ost einen Ruderschaden erlitt. Eine genaue Angabe zur Position konnte der Skipper nicht machen. Das Seenotrettungsboot „Hecht“ der Freiwilligen-Station Zingst fand das Fahrzeug bei starkem Seegang und durchziehender Gewitterfront gegen 19.20 Uhr.  Die zwischenzeitlich ebenfalls alarmierte „Theo Fischer“ übernahm wenig später die Sicherungsbegleitung und geleitete den Kutter nach Barhöft.

Um 22.45 Uhr wurde die „Theo Fischer“ erneut alarmiert. Ein Freester Fischkutter mit zwei Mann Besatzung lag mit Maschinenschaden vor Darßer Ort. Um ein Vertreiben zu verhindern, hatte der Kapitän noch Notankern können.

Zunächst machte das in der Nähe befindliche Gewässerschutzschiff „Arkona“ Standby, bis die „Theo Fischer“ beim Havaristen eintraf. Bei starkem Westwind mit sechs bis sieben Beaufort und Gewitterböen war es nicht möglich, die beiden Anker zu lichten. Sie wurden mit Schwimmkörpern gekennzeichnet vor Ort belassen. Über die Revierzentrale wurde eine Sicherheitsmeldung für die Schifffahrt herausgegeben.

Im Schleppverband gelang es trotz extrem grober See, den Kutter durch den engen Schifffahrtsweg nach Barhöft einzuschleppen. Menschen kamen nicht zu Schaden.

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