Gekentertes Kanu löst Großeinsatz aus


Astheim (pol) – Ein gekentertes Kanu hat am Dienstagmittag einen Großeinsatz von Polizei und Rettungsdiensten ausgelöst. Vier Kinder sollten sich am gekenterten Boot festklammern. Später fehlte von ihnen jede Spur.

Gegen 11.50 Uhr hatte ein Spaziergänger die Polizei alarmiert und mitgeteilt, dass bei Astheim im Altmain ein gekentertes Kanu treibt, an dem sich vier Kinder festhalten. Als die erste Streife wenige Minuten später eintraf, konnten weder das Kanu, noch die Kinder ausgemacht werden.

Daraufhin erfolgte die Alarmierung von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW) und Rettungsdienst. Die Polizei Kitzingen wurde durch mehrere Streifen weiterer Dienststellen und die Wasserschutzpolizei Würzburg und Schweinfurt unterstützt. Um eine sofortige Versorgung möglicher Verletzter sicherzustellen, waren drei Notärzte und dreißig Rettungsdienstkräfte nach Astheim geschickt worden.

Fast eine Stunde lang suchten 55 Einsatzkräfte der Feuerwehren Volkach und Kitzingen sowie des THW mit insgesamt fünf Booten fieberhaft nach den Vermissten. Unterstützt wurden sie dabei auch durch den Rettungshubschrauber. Der an dieser Stelle sehr dicht bewachsene und nur schwer zugängliche Uferbereich wurde gleichzeitig von Polizei und Feuerwehr durchkämmt.

Kurz vor 13.00 Uhr konnte dann Entwarnung gegeben werden. Eine Streife der Kitzinger Polizei traf an der Fähre Nordheim eine größere Jugendgruppe mit einigen Kanus. Unter den mehr als dreißig Kindern im Alter zwischen zehn und vierzehn Jahren fanden sich auch drei mit nasser Kleidung. Sie gaben an, nach dem Kentern ans Ufer geschwommen zu sein. Anschließend habe man wieder Anschluss an die Gruppe gesucht.

Nahezu gleichzeitig konnten die Helfer im Uferbereich in der Nähe des Kanus das letzte noch fehlende Kind entdecken. Auch dieses Mädchen war unverletzt und hatte, wie alle anderen Bootsinsassen, eine Schwimmweste getragen.

Wie sich herausstellte war die Jugendgruppe aus dem Raum Würzburg mit mehreren Betreuern bei einer Kanutour auf dem Main unterwegs, als das letzte Boot aus bisher ungeklärter Ursache kenterte. Nach den bisherigen Ermittlungen wurde dies von den weiter voraus fahrenden Paddlern überhaupt nicht bemerkt.

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