Gefrierender Regen machte mehr Rettungsfahrzeuge erforderlich


Basel, München, Augsburg (rd.de) – Am Donnerstag sorgte Blitzeis und gefrierender Regen für teilweise chaotische Zustände. Der Eispanzer auf Straßen und Gehwegen sorgte für viele Rettungsdiensteinsätze.

Die Johanniter aus dem Regionalverband München haben sofort reagiert und im besonders betroffenen südlichen Landkreis München zwei zusätzliche Krankentransportwagen sowie einen zusätzlichen Rettungswagen vom Standort Ottobrunn aus zu den zahlreichen witterungsbedingten Notfällen geschickt.

Mit dabei: Dienststellenleiter Wolfgang Baumüller. Der erfahrene Rettungsassistent hatte auf Grund der besonderen Einsatzlage seinen Bürostuhl mit dem Beifahrersitz eines Rettungswagens getauscht.

Auch im Stadtgebiet München halfen die Johanniter mit einem zusätzlichen Rettungswagen bei vielen Stürzen aus.

Ähnlich auch die Lage in Augsburg. Der gefrierende Regen hatte am Donnerstag Straßen und Wege in Stadt und Land Augsburg in spiegelglatte Rutschbahnen verwandelt.

Der Rettungsdienst des BRK in der Stadt Augsburg war durch viele Unfälle und sonstige Notfälle so stark überlastet, dass gegen 08.00 Uhr zusätzliche Fahrzeuge besetzt werden mussten. Dienstfreie Einsatzkräfte besetzten die noch freien Rettungsmittel um die Patienten zu versorgen, welche sich bei Stürzen auf dem Glatteis Knochenbrüche und andere Verletzungen zugezogen hatten. So kam es zu dem seltenen Fall, dass die Garagen der Hauptrettungswache in Augsburg verwaist waren – und das obwohl die Wache an der Berliner Allee in Augsburg mit sechs Rettungswagen und elf Krankentransportwagen zu einer der größten Wachen in Bayern gehört. Auch die Krankentransportwagen, sonst eher für geplante Fahrten zuständig, waren im Dauereinsatz um Notfälle abzuarbeiten.

In der Schweiz ist ein Krankenwagen der vom Kanton Jura in eine Klinik nach Basel unterwegs war, selbst zum Notfalleinsatz geworden: Der Wagen verunglückte auf vereister Fahrbahn schwer. Der 81-jährige Patient wurde bei dem Unfall tödlich verletzt. Der Fahrer und die begleitende Krankenschwester kamen mit leichten Verletzungen glimpflicher davon.

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