Gefahrstoffunfall führt zu Großeinsatz


Nürnberg (BF) – Ein unbekannter Reizstoff in einem  Gewerbebetrieb in der Duisburger Straße verursachte gestern einen Großeinsatz für Feuerwehr und Rettungsdienst in Nürnberg.

Gegen 10:30 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Nürnberg ein Notruf über die mutmaßliche Freisetzung eines unbekannten Reizstoffes aus einem Wertstoffbetrieb in der Duisburger Straße ein.

Dort wurden beim Eintreffen der Feuerwehr etwa 20 Personen mit Augenreizungen vorgefunden und aus dem Gefahrenbereich gebracht. Anschließend sperrten die Einsatzkräfte den betroffenen Bereich ab und unterstützten den Rettungsdienst bei der Erstversorgung der Verletzten. Parallel dazu sperrte die Polizei einen Teil der Duisburger Straße für den Durchgangsverkehr.

Nachalarmierte Einheiten führten unter entsprechender Chemieschutzkleidung verschiedene Messungen durch, um den mutmaßlichen Auslösegrund zu identifizieren. Zeitgleich wurde das Umfeld des Unfallortes auf eine mögliche Ausbreitung des Stoffes überwacht. Beide Maßnahmen ergaben keine Gefährdung außerhalb des abgesperrten Bereichs auf dem Betriebsgelände.

Nach aufwendiger Suche konnte ein pulverförmiger Stoff sichergestellt werden, der zur Identifikation sicher verpackt und in ein Labor transportiert wurde.

Von Rettungsdienst und Feuerwehr wurden insgesamt 25 verletzte Personen versorgt, von denen sieben mit Reizungen der Augen und Schleimhäute ins Krankenhaus transportiert werden mussten. Dabei waren etwa 40 Einsatzkräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie 25 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes und mehrere Streifenwagen der Polizei über mehrere Stunden im Einsatz.

Derzeit wird der sichergestellte Stoff von der städtischen Umweltanalytik in einem speziellen Labor untersucht.

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