Fußball-WM 2014: Brasilianer informieren sich in Deutschland


Berlin (BBK) – Mit einem Workshop zum Thema „Massenanfall von Verletzten bzw. Erkrankten“ setzt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in diesen Tagen die Unterstützung für brasilianische Verantwortungsträger für die FIFA-Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in dem südamerikanischen Land fort.

Aufgrund der Erfahrungen bei der WM 2006 in Deutschland war das BBK schon mehrfach als Berater tätig. Mit fachlicher Unterstützung durch die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren in Deutschland (AGBF) wurde auch Südafrika im Jahr 2010 bei Vorbereitung und Durchführung unterstützt.

Die Kooperation mit der AGBF bewährt sich nun auch im aktuellen Projekt. Schon im September 2012 hatten rund 30 brasilianische Experten aus Politik, Verwaltung und Feuerwehren an einem Workshop der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des BBK teilgenommen. Experten aus deutschen Feuerwehren hatten damals detailliert zu spezifischen Fragen beraten.

Damals stellte sich auch heraus, dass die Brasilianer der Planung für die Versorgung von Patienten nach einem MANV-Fall sehr hohe Bedeutung beimaßen. Fragen beispielsweise zur ärztlichen Führungsorganisation am Schadensort, zu Transportlogistik, Registrierung von Verletzten und Aufnahme im Krankenhaus sowie des psychosozialen Krisenmanagements behandelt nun der aktuelle Workshop in Berlin. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Vorbereitung auf und der Durchführung von Dekontaminationsmaßnahmen.

Den Workshop ergänzen einige Exkursionen wie die Besichtigung der Leitstelle der Berliner Feuerwehr, der Besuch des Olympiastadions mit seinen sanitätsdienstlichen Einrichtungen und die Beobachtung einer Krankenhausübung.

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