Funküberwachte Risikopatienten


Ludwigsburg (openPR) – Die Kardiologische Praxis Asperger Straße in Ludwigsburg hat ein Telemedizin-System zur Betreuung und Nachsorge von Patienten mit implantierten Herzschrittmachern und Defibrillatoren in Betrieb genommen.

Das drahtlose System für die verzögerungsfreie Fernüberwachung von Patienten mit Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen ist seit August 2007 in den Ländern der Europäischen Union zugelassen.

Bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche) und bei schweren Herzrhythmusstörungen sind implantierbare Kardioverter-Defibrillatoren (ICD) die derzeit effektivste Therapiemaßnahme zur Verhinderung des plötzlichen Herztodes durch Herzkreislaufstillstand bei Kammerflimmern. Bislang konnte die Betreuung der Patienten sowie die routinemäßige Nachsorge der Geräte ausschließlich vor Ort in kardiologischen Praxen und in Kliniken erfolgen. „Die Möglichkeit der telemetrischen Überwachung bringt unseren Patienten deshalb einen deutlichen Zugewinn an Sicherheit und Lebensqualität“, sagt Privatdozent Dr. Ralph Bosch von der Kardiologischen Praxis Asperger Straße.

Sobald das Implantat ein Problem feststellt, zum Beispiel Herzrhythmusstörungen, die Ansammlung von Flüssigkeit oder einen Systemfehler, nimmt es automatisch Kontakt zu einem kleinen Überwachungsgerät in der Wohnung des Patienten auf. Via Datenfernübertragung werden die Informationen anschließend an den behandelnden Arzt übermittelt. Dieser erhält über Pager, SMS oder E-Mail eine Nachricht, dass im System neue Patientendaten vorliegen: „Auf die gesicherte Webanwendung kann ich von jedem beliebigen Computer mit Internetanschluss aus zugreifen und mir so jederzeit einen Überblick über den Status des Defibrillators verschaffen. Bei Bedarf kann ich die medikamentöse Therapie unmittelbar neu anpassen, oder, falls erforderlich, den Patienten sofort in die Praxis einbestellen“, erläutert Bosch die weiteren Vorteile des innovativen Systems.

Die telemedizinische Fernüberwachung birgt großes Potenzial für eine verbesserte Versorgung der Herzpatienten. Darüber hinaus kann sie die Zahl der Klinikeinweisungen sowie Krankheitskosten verringern helfen und einen signifikanten Beitrag zur Vermeidung des plötzlichen Herztodes leisten.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?