Fünf Tage Fernmeldeeinsatz in Bremen


Mobile Einsatzleitung des DRK Präsidiums (Foto: DRK)Bremen (DRK) – Die Hansestadt Bremen war dieses Jahr Ausrichter für den Tag der Deutschen Einheit. Die Fernmelder der Fachdienstbereitschaft (FDB) des DRK Landesverbandes Niedersachsen sorgten für reibungslosen Funk- und Datenverkehr.

Auf einem Gelände des DRK-Kreisverbands Bremen wurde abseits vom Veranstaltungsbereich eine Einsatzleitung aufgebaut. Für die stabsmäßig organisierte Leitungsgruppe (S1 – S6) stand der Einsatzleitwagen des DRK-Bundesverbandes zur Verfügung. Die dazugehörige Fernmeldezentrale war Arbeitsplatz für die Fernmelder der Fachdienstbereitschaft (FDB) des LV Niedersachsen.

Bereits seit Donnerstag 30.9. hielten sie sich in Bremen auf, um die gesamte Kommunikationstechnik und IT aufzubauen. Die technische Planung oblag dem Leiter der Fachdienstbereitschaft Andreas Bruns. Ferner wurde vom DRK-Landesverband aus Hannover Unterkunfts- und Elektromaterial sowie ein 150-KVA Ersatzstromerzeuger für den Notfall bereitgestellt. Ebenfalls als „Backup“ stand ein weiteres Einsatzleitfahrzeug zur Verfügung.

Die Gesamteinsatzleitung sowie alle Abschnittsleitungen wurden von der Telekom mit DSL-Zugängen versorgt. Die bereitgestellten Leitungen mussten feldmäßig für die Bedürfnisse des DRK verlängert bzw. verlegt werden. Hier wurden mit der Hilfe der Feuerwehr Bremen Straßen überbaut oder Eisenbahngleise unterquert. Die Funkversorgung des Veranstaltungsbereichs wurde durch ein eigens errichtetes Funkrelais und WLAN-Repeater sichergestellt.

Rechnergestützes Führungssystem

Die gesamte Einsatzführung arbeitete mit dem rechnergestützten Führungssystem „Ruatti 4C“. Auch die Dokumentation in der Fernmeldezentrale lief über das System. Die Helfer erhielten erst kurz vor Einsatz eine Einweisung auf das System, das Arbeiten erwies sich als intuitiv und problemlos. Während des dreitätigen Dauerbetriebes konnten die Fernmelder auch zwei Störungen souverän bewältigen. Ein kurzzeitiger Ausfall der Computer der Fernmeldezentrale zwangen zum Umstieg auf manuellen Funkbetrieb. Eine Störung der Führungssoftware konnte durch Umstieg auf die herkömmlichen Melde-Vierfachvordrucke und manuelle Einsatzdokumentation überbrückt werden. Durch zusätzliches Personal als Melder zwischen den einzelnen Bereichen konnte eine Einschränkung des Betriebes der Einsatzleitung auf das Minimum begrenzt werden. Gute Ausbildung der Helfer und souveräne taktische Führung der Fernmeldeleitung erwiesen sich hier als Garant für den störungsfreien Einsatzablauf. Die speziell ausgebildeten Helfer der Fachdienstbereitschaft wurden unterstützt von Kameraden aus Berlin, die mit den Fahrzeugen des Bundesverbandes besonders vertraut sind.

Am Montag erfolgte nach erfolgreichem Einsatzabschluss der Rückbau der gesamten Technik. Erst am späten Nachmittag endete für die Fachdienstbereitschaft dieser Einsatz wieder in Hannover-Misburg. Alle Einsatzkräfte zeigten sich zufrieden mit diesem relativ ruhig verlaufenden Einsatz. Die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Rotkreuzeinheiten, aber auch mit Feuerwehr, THW u.a. verlief kollegial und reibungslos. Hochzufrieden zeigten sich auch alle mit der guten Unterbringung und die „Rund um die Uhr“-Verpflegung des DRK Bremen. Trotz mehrerer „geopferter“ Urlaubstage waren alle FDB-Helfer froh, an diesem Einsatz teilgenommen zu haben.

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