Freiwilliger Zivildienst bleibt umstritten


Bonn (rd.de) – Die Idee der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, einen freiwilligen Zivildienst einzuführen, bleibt umstritten.

Bei einer Aussetzung der Wehrpflicht und damit des Zivildienstes entstünden enorme Herausforderungen. Aus verfassungsrechtlichen Gründen kommt für einen deutlichen Ausbau der Dienste mit Bundesmitteln nur ein vom Bund verantworteter Dienst in Frage. „Mit einem solchen ‚Freiwilligen Zivildienst‘ hätten wir erstmals auch weibliche Zivis“, argumentiert Kristina Schröder.

Wirtschaftswissenschaftler fordern hingegen ein Ende des Zivildienstes, weil er eine Vergeudung von Talent und Ressourcen darstelle. Der Direktor am Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht, Professor Kai Konrad äußerte gegenüber der „Welt am Sonntag“ die Befürchtung, der Zivildienst vernichte Arbeitsplätze und führe zu Wettbewerbsverzerrungen.

Auch führende Wohlfahrtsverbände sind skeptisch. Der Freiwllige Zivildienst stehe in Konkurrenz zum Freiwilligen Sozialen Jahr und diese wohl nur dazu, die Ministerialstellen im Bundesamt für Zivildienst zu sichern.

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