Frankfurt kämpft für freie Rettungswege


Frankfurt/M. (pm) – Die Stadträte Markus Frank und Stefan Majer haben anlässlich der Verkehrssicherheitswoche darauf hingewiesen, dass Falschparken in engen Straßen und Gassen sowie vor Feuerwehrzufahrten die Gesundheit und das Leben von Menschen gefährdet, wenn Rettungswagen und Feuerwehrfahrzeuge behindert werden.

„Zugeparkte Rettungswege, Falschparker oder wild abgestellte Fahrzeuge behindern Einsatzkräfte immer wieder bei der dringlichen Fahrt zum Einsatzort“, sagte der Sicherheits- und Feuerwehrdezernent Markus Frank. „Für die hilfesuchenden Bürger verlängert sich die nervenaufreibende Wartezeit und oftmals sind die entstehenden Schäden nicht wieder gut zu machen.“

Auch Verkehrsdezernent Stadtrat Majer appelliert: „Immer wieder verlieren die Retter wertvolle Zeit, weil sie an durch Falschparker blockierten Stellen nur langsam oder gar nicht weiterkommen.“ Lebensbedrohlich werde es bei Bränden, wenn Zufahrten gerade für Drehleitern von Fahrzeugen zugestellt sind.

In diesem Jahr musste die Feuerwehr in Frankfurt bereits zu über 5.000 Brandeinsätzen ausrücken. Dabei kam es immer wieder zu Behinderungen in Feuerwehrzufahrten durch abgestellte Fahrzeuge. Feuerwehrzufahrten sind speziell auf die notwendigen Bewegungs- und Entwicklungsflächen der Feuerwehr im Falle eines Einsatzes ausgelegt. Drehleitern, die zur Menschenrettung eingesetzt werden, haben eine Breite von 2,50 Meter und benötigen zusätzlichen Raum für die unerlässliche Abstützung, die einen sicheren Stand gewährleistet.

„Wenn bei einem Brand Menschen Hilfe rufend an den Fenstern stehen, kommt es auf Sekunden an, um diese über eine Drehleiter in Sicherheit zu bringen“, unterstrich Frank. Magistratskollege Majer ergänzte: „Hier bleibt keine Zeit, verbotswidrig abgestellte Fahrzeuge zu entfernen.“

Aber nicht nur in Feuerwehrzufahrten können parkende Fahrzeuge ein Problem sein. Auch falsch oder unachtsam abgestellte Fahrzeuge am Straßenrand können zu Engstellen für die Feuerwehr und zu einem Zeitverzug führen und damit die schnelle Hilfe um Minuten verzögern.

„Das sind Minuten, die über Leben und Tod entscheiden können“, konstatierte der Feuerwehrdezernent. „Daher möchten wir die Bürger bitten und sensibilisieren, beim Abstellen ihrer Fahrzeuge auch an die Feuerwehr zu denken.“ Als Orientierung könne die Faustregel vom großen LKW gelten. Wenn der durchkomme, schaffe es auch die Feuerwehr, so Majer.

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