Frachtschiff kollidiert mit Kanalbrücke


Nürnberg (BF) – Zu einem nicht alltäglichen Einsatz wurden am Dienstagvormittag Feuerwehr und Rettungsdienst in Nürnberg gerufen. Nach einem Schiffsunglück musste eine eingeklemmte Person gerettet werden.

Exakt um 09:09 Uhr erhielt die Feuerwehr Nürnberg den Hinweis, dass sich auf dem Europakanal ein Unfall mit einem Gütermotorschiff (GMS) ereignet hätte. Das rund 95 Meter lange Frachtschiff hatte Maschinenteile für ein Heizkraftwerk geladen und war mit dem Führerstand an der Bahnbrücke der Zugverbindung Nürnberg – Roth  hängengeblieben.

Durch den Aufprall wurde das Führerhaus aus seiner Verankerung gerissen und um 180 Grad gedreht. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich der Schiffseigner und seine Ehefrau im Führerhaus.

Während sich der Schiffseigner aus eigener Kraft befreien konnte, wurde  seine Frau in den Trümmern des Führerstandes massiv eingeklemmt. Aus unbekannten Gründen war es ihnen zuvor nicht möglich gewesen, den Führerstand abgesenkt, um die erforderliche Durchfahrtshöhe zu erreichen.

Bedingt durch die massive Stahlkonstruktion konnte die Feuerwehr nur mit Trennschleifern und Autogenschneidgeräten arbeiten, um die eingeklemmte Frau zu befreien. Hierfür war es erforderlich, das Führerhaus zu stabilisieren. Schließlich konnte die Person nach knapp einer Stunde dem Rettungsdienst und Notarzt übergeben werden.

Im Einsatz waren ein Löschzug und Sonderfahrzeuge der Berufsfeuerwehr Nürnberg (Wache 4) und Einheiten der FF Gartenstadt. Der Rettungsdienst war mit zwei Rettungswagen, einem Notarzt und dem Einsatzleiter Rettungsdienst vor Ort.

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