Formaldehyd-Alarm in Kirchbauna


Kassel (ots) – Am späten Mittwochabend (24.6.09), ist in einem Kirchbaunaer Unternehmen für Pharmatransporte aus einem fünf Liter Kunststoffkanister Formaldehyd ausgelaufen. Die eingesetzte Baunataler und Kasseler Feuerwehr räumte daraufhin das Firmengelände.

Rund 40 zu dieser Zeit in der Firmenhalle beschäftigte Mitarbeiter klagten über leichte Augenreizungen und Atembeschwerden. Acht davon, darunter fünf Männer und drei Frauen, wurden zur stationären Aufnahme in umliegende Krankenhäuser gebracht. Vier Verletzte konnten bereits am Donnerstag wieder nach Hause entlassen werden.

Nach den ersten Erkenntnissen der vor Ort eingesetzten Baunataler Polizei und des Kriminaldauerdienstes der Kasseler Kripo war aus bislang ungeklärten Gründen das Formalin bzw. Formaldehyd aus einem auf einem Metallförderband transportierten fünf Liter Kunststoffkanister ausgelaufen. Das in kleiner Menge (max. ein Liter) ausgetretene 37 prozentige Formaldehyd setzte dabei in geringer Konzentration Dämpfe frei, die zu den Augen- und Atembeschwerden (tränende Augen und Reizhusten) führten.

Die Feuerwehr öffnete daraufhin Fenster und Türen und nach Durchlüftung der Halle konnte diese gegen 3.00 Uhr wieder betreten werden. Der Kanister wurde in einem Metallfass mit Deckel gesichert. Die eingesetzten Polizeibeamten sperrten sämtliche Zufahrtsstraßen zum Industriegebiet. Die Baunataler Autobahnpolizei übernahm zudem auf der A 49 die Sperrung der Abfahrten Baunatal Mitte in beiden Fahrtrichtungen. Die Sperrungen konnten gegen 2.00 Uhr wieder aufgehoben werden.

An der Unglücksstelle in Kirchbauna waren einige Notärzte und über 50 Rettungswagen im Einsatz.

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