Forderung: AED-Geräte für alle Bahnhöfe


München (rd.de) – Die Stadtratsfraktion der Münchner SPD hat einen Antrag vorgelegt, wonach alle S-Bahnhöfe in München mit automatisierten externen Defibrillatoren (AED) ausgestattet werden sollen. Ziel ist es, möglichst alle deutschen Bahnhöfe mit AED-Geräten zu versorgen.

„Der Oberbürgermeister wird aufgefordert, von der Bahn die Ausstattung der S-Bahnhöfe in München mit AEDs zu fordern“, schreibt SPD-Stadtrat Dr. Josef Assal an seinen Parteigenossen, Oberbürgermeister Christian Ude.

Die Bahn hätte bislang AED-Projekte immer mit dem Hinweis auf Probleme mit dem Bahnstrom abgelehnt, so Dr. Assal. Der für die Züge erforderliche Strom könnte zu Fehlfunktionen beim Einsatz der Geräte am Patienten führen, laute nach Informationen des Sozialdemokraten das Argument der Bahn gegen die Defibrillatoren.

Dass diese Behauptungen haltlos seien, bewiesen nach Ansicht der SPD-Fraktion diverse Rettungsdiensteinsätze auf Bahnsteigen und in Zügen. Darüber hinaus seien die in Münchner U-Bahnen eingesetzten AEDs sogar als „bahnstromtauglich“ zertifiziert.

Die Münchner SPD geht in ihrem Antrag noch einen Schritt weiter: Nicht nur die S-Bahnhöfe in der Landeshauptstadt, sondern nach Möglichkeit alle Bahnhöfe in Bayern und ganz Deutschland sollten mit den Laien-Defibrillatoren bestückt werden. Christian Ude wird daher gebeten, in seiner Funktion als Präsident des Deutschen Städtetages darauf hinzuwirken.

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