Flugzeugabsturz in Nordhorn


Nordhorn (FF) – Gestern gegen 20:18 Uhr wurde die Nordhorner Feuerwehr zu einem Flugzeugabsturz nahe des Flugplatzes Klausheide gerufen.

Der Tower hatte gemeldet, dass der Kontakt zu einem im Landeanflug befindlichen Kleinflugzeug verloren gegangen sei. Daraufhin löste der Leitstellendisponent der Kreisleitstelle des Landkreises Grafschaft Bentheim für die Ortsfeuerwehr Nordhorn einen Alarm aus und beorderte zusätzlich einen RTW sowie ein NEF zur vermuteten Absturzstelle.

Die Ortsfeuerwehr Nordhorn rückte in kürzester Zeit mit allen verfügbaren Kräften Richtung Nordhorn-Klausheide aus. An einem Sammelpunkt, der sich ungefähr 4 Kilometer vor dem Flugplatz an einem Waldstück befand, wurde die Einsatzleitung errichtet, doch eine Suchaktion erübrigte sich: Anwohner, die den Absturz gehört und sich mit einem Geländewagen auf die Suche in dem Waldstück gemacht hatten, fanden die Maschine nach kurzer Zeit und lotsten die Rettungskräfte zur Unglückstelle. Diese lag rund einen Kilometer vor der Landebahn des Flugplatzgeländes in einem unwegsamen Waldstück.

Der Einsatzleiter der Nordhorner Feuerwehr entschied, dass lediglich der KdoW, das HLF20/16, der ELW, der Rettungsdienst sowie die Polizei zur Unfallstelle vorrücken sollten. Bei Eintreffen fand man die Maschine an einem Baum liegend schwer beschädigt vor. In ihr befanden sich drei Personen, die bereits verstorben waren.

Die Arbeit der Feuerwehrkameraden beschränkte sich darauf, den Brandschutz sicherzustellen sowie die Einsatzstelle umfangreich auszuleuchten.

Zwischenzeitlich suchten mehrere Polizeibeamte mit Unterstützung von Hunden das Umfeld der Unglückstelle ab, um sicherzugehen, dass nicht noch eine weitere Person an dem Unfall beteiligt war. Gefunden wurde aber niemand.

Das Nordhorner THW löste die Kameraden der Feuerwehr nach rund 90 Minuten an der Einsatzstelle ab und übernahm das weiträumige Ausleuchten der Unglückststelle. Noch am späten Abend trafen erste Fachleute der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) vor Ort ein, um die Unfallstelle sowie das Wrack in Augenschein zu nehmen und die Ermittlungen zur Unglücksursache aufzunehmen.

Fotos von der Unfallstelle gibt es hier:
http://feuerwehr-nordhorn.de/gallery/

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