Stuttgart: Passagiermaschine notgelandet


Leinfelden-Echterdingen (rd.de) – Auf dem Flughafen Stuttgart ist am späten Vormittag ein Passagierflugzeug notgelandet. Eine Flugbeleiterin erlitt leichte Verletzungen, fünf Passagiere einen Schock, teilte die Flughafengesellschaft mit.

Bei dem Flugzeug handelte es sich um eine „Fokker 100“ der Stuttgarter Fluggesellschaft „Contact Air“. Diese war um 8.44 Uhr mit der Flugnummer „LH 288“ in Berlin-Tegel gestartet. Wie die Fluggesellschaft bestätigte, war das Flugzeug mit nur teilweise ausgefahrenem Hauptfahrwerk um 10.49 Uhr auf einem Schaumteppich notgelandet. Trotz mehrfacher Versuche der Cockpitcrew habe das Hauptfahrwerk nicht ausgefahren werden können. Die 82 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder hätten nach der Landung das Flugzeug selbstständig über Notrutschen verlassen können.

Zu den Passagieren zählte auch der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering. Der Flughafen musste vorübergehend gesperrt werden.

Die Stuttgarter Zeitung veröffentlichte Augenzeugen-Fotos, die den unmittelbaren Moment der Notlandung zeigen. Auf diesen sind ein enormer Funkenflug und eine starke Rauchentwicklung zu erkennen.

2 Responses to “Stuttgart: Passagiermaschine notgelandet”

  1. Lars Schmitz-Eggen on September 14th, 2009 14:17

    Die Malteser teilten zu diesem Einsatz ergänzend mit:

    Am 14. September 2009 um 10:34 Uhr wurden das Malteser Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) sowie die Malteser Schnelleinsatzgruppe (SEG) Rettungsdienst aus Nürtingen alarmiert. Ein Flugzeug mit 50 Personen an Bord, darunter der SPD-Vorsitzende Franz Münterfering, musste am Flughafen Stuttgart notlanden. Die Besatzung des ausgerückten Notarzteinsatzfahrzeuges versorgte eine leicht verletzte Stewardess vor Ort notfallmedizinisch. Der SPD-Chef blieb bei der Notlandung unverletzt.

    Die weiteren Kräfte der Malteser SEG Rettungsdienst waren im Bereitstellungsraum am Stuttgarter Flughafen positioniert, um im Notfall als zusätzliche Unterstützung eingesetzt werden zu können.

    Insgesamt waren die Malteser mit 14 Einsatzkräften – darunter zwei Notärzte -, einem Einsatzleitwagen (ELW), einem Rettungswagen (RTW) sowie dem First Responder vor Ort im Einsatz. Sechs Personen wurden im Gesamten von den Einsatzkräften medizinisch versorgt. Um 11:30 Uhr war der Einsatz für die Malteser beendet.

  2. Michael Wucherer on September 15th, 2009 12:36

    Interessante Darstellung, die angegebenen Zahlen müssten aber noch einmal korrigiert werden. Zumal zum Zeitpunkt der Mitteilung laut Alarmplan des Flughafens Stuttgart nur die Polizeidirektion Esslingen bzw. die Vertretung der Fluggesellschaft vor Ort berechtigt war Informationen zu veröffentlichen. Für interessierte Leser ein kleiner Gesamtüberblick über die eingesetzten Kräfte: OrgL und LNA aus den RDB Esslingen, Stuttgart und Böblingen, 3 RTH (DRF CHR 41, 51 und SAR Malmsheim 46), 7 NEF, 25 RTW, 5 KTW, 3 SEGn, 4 EE……gesamt waren fast 150 Einsatzkräfte von DRK, MHD und JUH aus den Landkreisen Esslingen, Stuttgart und Böblingen im Einsatz. Von der BF Stuttgart wurde zudem ein G-RTW gestellt und die Freiwillige Feuerwehr Neuhausen /F. unterstützte wie gewohnt den AB-MANV der Flughafenfeuerwehr Stuttgart im Bereich Aufbau und Logistik. Ein interner Hinweis: das Malteser Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) ist eine Kooperation der DRK Rettungsdienst Esslingen-Nürtingen gGmbH und des Malteser Hilfsdienstes Nürtingen. Fahrzeug, Material und Logistik stellt das DRK, der Fahrer (RettAss) kommt vom MHD. Das Fahrzeug ist im wöchentlichen Wechsel jeweils tagsüber von 7-19 Uhr an den DRK-Rettungswachen Ruit und Filderstadt stationiert. Auch darüber hinaus arbeiten DRK und MHD im Bereich Aus- und Fortbildung erfolgreich zusammen, so wurden gemeinsam Algorithmen erarbeitet, nach denen die Besatzungen organisationsübergreifend im Landkreis zusammenarbeiten.

    Michael Wucherer
    Sprecher Orgl-Gruppe Esslingen

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