Flüchtlingshilfe: Seenotretter sind sofort gefordert


DGzRS_Fluechtlingshilfe_580Bremen/Mytilini (rd.de) – Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben in den ersten beiden Tagen ihres Ägäis-Einsatzes rund 180 Flüchtlinge gerettet. Unterstützung erhalten die Seenotretter in Kürze von Kollegen der DLRG. Mitarbeiter der DRK-Wasserwacht aus Sachsen bilden derweil spanische Wasserretter in Griechenland im Umgang mit Rescue Water Crafts aus.

Am Dienstag (08.03.2016), dem zweiten Tag des ehrenamtlichen Einsatzes, retteten die deutschen Helfer insgesamt 120 Menschen vor der griechischen Ägäis-Insel Lesbos. Unter den Schiffbrüchigen befanden sich 17 Kinder. Unter Führung der griechischen Küstenwache nahm der Seenotkreuzer „Minden“ am Morgen 67 Menschen an Bord; beim zweiten Einsatz im Laufe des Vormittags waren es 53 weitere Flüchtlinge.

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Frauen, Kinder und viele ältere Menschen befinden sich unter den Flüchtlingen.

Am Montag (07.03.2016) war die „Minden“ zum ersten Mal vor der griechischen Insel Lesbos im Einsatz gewesen. Dabei brachten die Seenotretter 57 Menschen in Sicherheit.

DLRG unterstützt Seenotretter

Rettungsschwimmer der DLRG werden sich ab dem 12. März 2016 in der Ägäis ehrenamtlich an den Such- und Rettungseinsätzen der DGzRS beteiligen. Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft mitteilte, habe die DGzRS ein entsprechendes Kooperationsersuchen an sie gerichtet. Für den Einsatz werden durchgehend vier Retter der DLRG vor Ort sein.

Wasserwacht bildet auf RWCs aus

Derweil führen drei Rotkreuz-Mitarbeiter der DRK-Wasserwacht Sachsen auf der griechischen Insel Lesbos eine Ausbildungsmission durch. Die Wasserretter bilden unter anderem Mitglieder der spanischen Hilfsorganisation „Pro Activa Open Arms“ auf Rescue Water Crafts (RWC) aus. Durch die Erkundung der Lage vor Ort und den Kontakt zu örtlichen Einsatzkräften, werde das Team darüber hinaus den Bedarf für mögliche spätere Hilfeleistungen ermitteln, teilte das Rote Kreuz mit.

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Kai Kranich, Lars Werthmann und Joachim Weiß (von li.) helfen für die DRK-Wasserwacht in der Ägäis.

Die sächsischen Retter sind seit Mittwoch (09.03.2016) vor Ort. Ihr Aufenthalt ist auf sechs Tage begrenzt. In Griechenland sollen die RWC die Such- und Rettungsaktivitäten verstärken, um Schiffbrüchige insbesondere im Küstenbereich aus Seenot zu retten. Für Nachteinsätze sind die Fahrzeuge zusätzlich mit Suchscheinwerfern und Positionslichtern ausgestattet.

In ihrem Mission Statement erklärt die International Maritime Rescue Federation (IMRF) ihre Ziele des Einsatzes in der Ägäis.

 

(10.03.2016)

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