Fliegerbombe in Bad Kreuznach: Leitstelle evakuiert


In Bad Kreuznach musste die ILS wegen einer Fliegerbombe evakuiert werden. Foto: Köhler/DRK

In Bad Kreuznach musste die ILS wegen einer Fliegerbombe evakuiert werden. Foto: Köhler/DRK

Bad Kreuznach (DRK) – Weil in Bad Kreuznach eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft wurde, musste am Montag (04.08.2014) die Integrierte Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerwehr (ILS) der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe gGmbH für einige Stunden evakuiert werden.

Der Fundort der Bombe lag rund 300 Meter von der Leitstelle entfernt, teilte das DRK mit. Auch 2.600 Menschen und die DRK-Rettungswache waren von der Evakuierung betroffen.

Die ILS ist für alle Notrufe aus dem Bereich Rettungsdienst und Feuerwehr der Landkreise Bad Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück zuständig. Täglich nehmen die Disponenten rund 800 Anrufe entgegen und koordinieren rund 350 Einsätze.

Die zeitliche Vorgabe zur Räumung der Leitstelle war knapp bemessen. Daher zahlte es sich aus, dass die Experten des Rettungsdienstes Rheinhessen-Nahe gut auf solch eine Situation vorbereitet sind. Die DRK-Rettungsleitstelle in Mainz, die ebenfalls von der DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe gGmbH betrieben wird, konnte kurzfristig alle aus Bad Kreuznach kommenden Notrufe über die Notrufnummer 112 und 19222 übernehmen und bearbeiten.

Möglich war diese Lösung durch eine Kopplung der beiden Leitstellen. Diese Technik wurde von den Leitstellen Bad Kreuznach und Mainz mit einem Einsatzleitsystemhersteller bis zur Serienreife mitentwickelt. Mittlerweile ist das System aus dem Tagesgeschäft der beiden Leitstellen nicht mehr wegzudenken. Hierdurch können Einsatzübergaben zwischen den beiden Leistellen ohne zeitlichen Verzug erfolgen. Ebenso weiß jede der beiden Leistellen durch einen gemeinsamen Flottenserver zu jeder Zeit, welches Einsatzmittel, nicht nur des eigenen, sondern auch des Nachbarbereichs, eingesetzt werden kann.

Es hätte sich gezeigt, „dass die Leitstellenkopplung und der Flottenserver nicht nur im Regelbetrieb eine unerlässliche Stütze sind. Auch in solchen Ausnahmesituationen wurde hierdurch die Zusammenarbeit der Leitstellen zu einem vollen Erfolg“, freute sich Wilfried Diepers, Teamleiter der Integrierten Leitstelle Bad Kreuznach.

Die von der DRK-Rettungsleitstelle in Mainz angenommenen Notrufe wurden erfasst, nach Dringlichkeit bewertet und mit diesem System unmittelbar nach Bad Kreuznach an die Disponenten übergeben. In Bad Kreuznach hatte man zwei Arbeitsplätze der Leitstelle bei der Einsatzzentrale der Feuerwehr eingerichtet. So konnten die Rettungsfahrzeuge und Feuerwehreinheiten in den drei Landkreisen schnell alarmiert werden.

(Foto: Philipp Köhler/DRK-Rettungsdienst Rheinhessen-Nahe gGmbH)

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