Fischer in der Nordsee vermisst


Bremen (DGzRS) – Bei einer Fangreise in der Nordsee ist in der Nacht zum Dienstag  ca. 70 Seemeilen nordwestlich Helgolands ein Besatzungsmitglied des niederländischen Fischkutters „Adriaantje“ aus Urk in die fünf Grad kalte Nordsee gestürzt. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) leitete umgehend eine weiträumige Suche ein.

 

Der Alarm ging kurz nach 22.00 Uhr in der Seenotleitung (MRCC= Maritime Rescue Co-ordination Centre) Bremen ein. Die Seenotkreuzer „Bernhard Gruben (Station Norderney), „Alfried Krupp“ (Borkum) und zeitweise „John T. Essberger (Helgoland), ein Schiff der Bundespolizei, eine Fregatte der dänischen Marine, das Mehrzweckschiff „Mellum“ der Wasser- und Schifffahrtsbehörde, zehn niederländische Fischkutter sowie zwei Hubschrauber mit Infrarot-Geräten suchten den Vermissten bis in die frühen Morgenstunden.

Lediglich ein treibender Rettungsring wurde gefunden. Von dem vermissten Fischer selbst fehlt bis zur Stunde jede Spur. Während der Nacht zum Dienstag wurden Wellenhöhen bis zu vier Meter bei stürmischen Ostwinden gemessen. Zur Person des Vermissten gibt es derzeit keine Informationen.

Schon am 16. Januar 2009 hatten die Seenotrettern der Station Helgoland Kontakt mit der „Adriaantje“: Bei stürmischem Südost-Wind mit sieben Beaufort (ca. 60 km/h) trieb der 42 Meter lange Kutter mit zwei Mann Besatzung manövrierunfähig auf Helgoland zu. Er hatte sich das Fangnetz in den Propeller gezogen. Es gelang den Seenotrettern, ihn rechtzeitig auf den Haken zu nehmen und in den Schutzhafen nach Helgoland einzuschleppen.

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