Feuerwehrführerschein soll bis 7,5 Tonnen gelten


fuhrerscheinklassenBerlin (rd.de) – Bereits im Dezember soll das Bundeskabinett das Gesetz zum Feuerwehrführerschein verabschieden. Statt nur bis 4,75 Tonnen soll er für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen gültig sein.

Nachdem der erste Gesetzentwurf zum so genannten Feuerwehrführerschein nur für Fahrzeuge bis 4,75 Tonnen eine unbürokratische Lösung mit interner Fahrprüfung vorsah, wird Mitte Dezember ein Gesetz verabschiedet, mit dem Feuerwehrleute auch Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen lenken werden dürfen.„Der Führerschein für Feuerwehrleute kommt. Es wird jetzt auch bis zu einem Gewicht von 7,5 Tonnen eine feuerwehrinterne Lösung geben“, erklärte der CDU-Bundestagsabgeordnete Reinhard Grindel in einer Pressemitteilung.

Das Bundesverkehrsministerium bestätigte gegenüber www.rettungsdienst.de, dass die Sonderregelung zum so genannten Feuerwehrführerschein auf Fahrzeuge bis zu einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen ausgeweitet wird. Mit der Führerscheinausnahme will der Bund dafür Sorge tragen, das freiwillig tätige Einsatzkräfte auch zukünftig mit einem PKW-Führerschein in der Lage sind, die Einsatzfahrzeuge von Rettung, THW und Feuerwehr zu fahren.

Der entsprechende Gesetzentwurf soll vom Bundeskabinett am 15. Dezember 2010 verabschiedet werden. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, der Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes können künftig Fahrberechtigungen für Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 7,5 Tonnen erwerben.

Voraussetzung ist dafür nach den Angaben von Grindel, dass der Feuerwehrmann mindestens zwei Jahre einen PKW-Führerschein besitzt, in das Führen von Einsatzfahrzeugen eingewiesen ist und in einer praktischen Prüfung die Befähigung zum Führen entsprechender Fahrzeuge nachgewiesen hat. Der die Prüfung abnehmende Angehörige der Feuerwehr muss das 30. Lebensjahr vollendet haben, den Führerschein C 1 seit mindestens fünf Jahren besitzen und darf in der Flensburger Verkehrssünderdatei nicht mehr als drei Punkte haben.

9 Responses to “Feuerwehrführerschein soll bis 7,5 Tonnen gelten”

  1. Sannifrosch on November 19th, 2010 18:52

    Hallo in die Community,

    ich beginne ab Montag meine selbstfinanzierte Ausbildung zum Rettungsassistent und befinde mich derzeit bzgl. des Führerscheins noch im Wartemodus. Fakt ist aber, dass ich zu Beginn meines RW-Praktikums den nahezu überall benötigten C-Führerschein benötige – oder eben Gleichwertiges. Nun stellt sich die Frage, wie man als RA-Azubi am besten vorgeht und ich erhoffe mir eventuelle Anregungen zu bekommen.

    – In einer kombinierten Ausbildung als RS schauen, ob man irgendwie vorzeitig an den FS kommt, wenn bis dahin entsprechend der gesetzliche Weg geebnet wurde?
    – Zu Beginn des RW-Praktikums den FS erwerben und vorher mit der Prakti-Wache absprechen?
    – Doch alles selbst finanzieren?

    Man findet recht wenig zu dieser Problematik im Netz und es wäre, wenn auch etwas subjektiv motiviert, sicher nicht verkehrt, hier einmal Stellungen dazu zu lesen.

  2. charlie-zulu on November 20th, 2010 03:17

    Joa, so unter Kollegen ist der Schein dann schnell mal erteilt. Kennt man ja.

    Kann nur funktionieren.

  3. Marcus on November 23rd, 2010 17:43

    Ich denke einfach mal nachfragen, denn die Variante bis 4,75to. ist ja schon zugelassen und kann intern ausgebildet werden. Was momentan noch ansteht ist nur die Variante bis 7,5to. Aber ich denke die meisten RTW´s haben nicht mehr wie 4,75to oder??

    Eigentlich also mal den Chef fragen.

    LG

  4. Chris on November 24th, 2010 12:36

    @ Marcus:

    Naja also viele neue RTWs sind durchaus auch 5t schwer. Grad wenn ich so z.B. an Fahrtec denke. Kannst dich ja mal durch die „TOP-10: BOS-FAHRZEUGE.INFO“ am rechten Rand von der Startseite von Rettungsdienst.de klicken. ;D

  5. Marcus on November 24th, 2010 18:37

    Ok, zumindestens bei uns im Kreis sind sie noch unter 3,5to. gehalten, aber mit dem neuen Führerschein wird diese grenze dann wohl auch fallen 😉 Danke für die Info

  6. Donald on Dezember 1st, 2010 12:21

    Liebe Kollegen,

    blöd nur, dass die Erweiterung der Fahrerlaubnis ausdrücklich nur für ehrenamtliche Tätigkeiten gilt und eine Berufsausbildung / Praktikum wohl nicht dazu gehört. Da bleibt nur den ordentlichen Führerschein machen….

  7. Benne on Dezember 1st, 2010 14:01

    @ markus

    Hallo Markus guck einfach in den Fahrzeugschein da steht das gewicht drinn.

  8. Chucky on Januar 19th, 2011 14:34

    Hallo in die Runde.

    Gibt es inzwischen Neuigkeiten?
    Ich beende bald mein Anerkennungsjahr und habe bisher noch keine Fahrerlaubnis für die Klasse C1.
    Natürlich wäre da der Feuerwehrführerschein eine tolle Alternative. Zudem auch noch preisgünstig.
    Und soweit ich weiß gilt dieser Führerschein ja auch für staatlich anerkannte Rettungsdienste.

    Kann man den dann überall fahren oder ist das von Bundesland zu Bundesland noch ein Unterschied?

    Fahre in Niedersachsen, dort gibt es den Schein ja. Aber kann ich dann mit diesem Schein auch andere Krankenhäuser, z.B. in Schleswig Holstein oder in Hamburg anfahren?

  9. Jochen Maaß on März 24th, 2011 18:13

    Hurra, da ist es ja einfacher mit 17fach höherem Risiko (laut Bundesanstalt für Straßenwesen) einen Tüütaa-Wagen mit bis zu sechs Personen (Patient, Begleitperson, Notarzt, RettAss, RettSan, Praktikant) zu fahren als privat einen Miet-LKW für einen Umzug – dafür braucht man ja einen passenden Führerschein, mit lästiger Ausbildung beim Fahrlehrer und Prüfung bei einer amtlichen Prüfstelle.
    Für den nächsten Fastnachtsumzug wollen die Karnevalsvereine diese interne Freifahrt-Möglichkeit dann auch: Sie sind genauso eingetragene Vereine e.V. beim Amstgericht wie Rotkreuz, Johanniter, Deutscher Hilfsdienst.
    Wenn die „Rettungsdiscounter“ nicht ständig versuchen würden, mit Dumpingpreisen im Rettungsdienst die Feuerwehr zu vertreiben („Marktanteile zu übernehmen“), hätten sie auch das Geld ihren Mitarbeitern und Azubis eine anständige Ausbildung inklusive LKW-Führerschein zu ermöglichen. Nur in Leute, denen maximal einmal der Zwei-Jahres-Zeitvertrag verlängert wird, steckt kein „Sozialinvestor“ Geld. Bei dauerhaft festangestellten Feuerwehrleuten kostet die Kommune der LKW-Führerschein keine acht Euro pro Monat Dienstzeit. Die Rechnung geht auch für Ehrenamtliche auf.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?