Feuerwehr will tiefer graben


Häuser muss die Feuerwehr abreissen, um sicher weiterarbeiten zu können. (Foto: Stadt Köln/Berufsfeuerwehr)

Häuser muss die Feuerwehr abreissen, um sicher weiterarbeiten zu können. (Foto: Stadt Köln/Berufsfeuerwehr)

Köln (PI) – Nachdem der unter den Trümmern des Stadtarchivs vermisste Student immer noch nicht gefunden wurde, trifft die Feuerwehr Vorbereitungen, um tiefer als 5,50 Meter graben zu können.

Die Suche nach dem seit dem Einsturz des Historischen Archivs vermissten Studenten hat sich gestern auf das Gleiswechselbauwerk der Nord-Süd-U-Bahn vor dem Archivgrundstück konzentriert. Die Feuerwehr konnte die Person aber auch dort bisher nicht finden. Sie trifft deshalb jetzt die Vorbereitungen, um im Schutt des Hauses Severinstraße 230 noch tiefer als bisher graben zu können. Bisher war das nicht möglich, weil der Statiker nur eine Grabungstiefe von 5,50 Meter zugelassen hatte. Deshalb reißt die Feuerwehr zur Zeit das Haus Nummer 232 ab. Mit dem dadurch gewonnenen Platz können die Einsatzkräfte den Neigungswinkel der Schüttböschung flacher gestalten und so deren Abrutschen verhindern.

Heute Abend kann die Feuerwehr dann die Suche nach dem Verschütteten fortsetzen. Die Einsatzleitung vermutet, dass der Student in diesem Bereich liegt, weil das Haus Nummer 230, in dem er wohnte, nach Zeugenaussagen nicht nach vorne oder hinten, sondern in sich zusammengefallen ist. Gestern Nacht haben die Verwandten des Verschütteten die Gelegenheit bekommen, die Unglücksstelle zu besuchen.

Die Bundesregierung hat der Stadt Köln Unterstützung bei der Bewältigung der Folgen des Unglücks angeboten. Gestern sprachen städtische Vertreter mit dem Präsidenten des Technischen Hilfswerks, Albrecht Broemme. Dieser kündigte an, der Kölner Feuerwehr auch langfristig Hilfestellung leisten zu wollen.

Die nicht mehr standsichere gemeinsame Giebelwand des mit dem Archiv eingestürzten Hauses Nummer 220 und des Gebäudes Nummer 214-18 haben die Einsatzkräfte mittlerweile abgerissen. Heute beginnt ein Gerüstbauer mit der Verlängerung des Notdachs über dem Trümmerberg zum Schutz des Archivguts.

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