Feuerwehr übte Tunnelunfall


Essen (ots) – In der Nacht zum Samstag (19.09.09) war ein Teil der Essener Innenstadt Schauplatz für eine große Übung der Essener Feuerwehr. Rettungsdienst versorgte 27 „Verletzte“ nach einem Tunnelunfall.

Ausgangslage war ein Verkehrsunfall in dem parallel zur Schützenbahn unter dem Essener City-Center verlaufenden Straßentunnel. In dem 340 Meter langen Tunnel war ein Gefahrgut-Transporter (Ladung: giftige und leicht entzündliche Flüssigkeit) verunglückt und leckgeschlagen. Solch eine Situation allein ist schon höchst brisant. Aber damit nicht genug. Da der Tankzug den Tunnel vollständig blockierte, fuhren mehrere PKW mit recht hoher Geschwindigkeit in das Unfallgeschehen hinein. Schwerverletzte wurden zum Teil in den Fahrzeugen eingeklemmt; eines der Fahrzeuge geriet in Brand. Alles in allem eine scheinbar unüberwindbare Unfallsituation, die sich den ersten Einsatzkräften bot und in der Folge einen Großalarm erforderlich machte.

Zwischen Varnhorstkreisel und Gerlingstraße war die Straße Richtung Norden kurz darauf vollständig gesperrt, zuckende Blaulichter, Rauch, Schreie und Motorenlärm boten eine gespenstische Kulisse. Nach und nach wuchs am Varnhorstkreisel eine Zeltstadt, Behandlungsraum für die zahlreichen Verletzten, die nach der Rettung aus dem Tunnel und vor dem Abtransport zunächst notärztlich versorgt werden mussten. Immer wieder hallten Martinshörner der Kranken- und Rettungswagen durch die Stadt, die die insgesamt 27 „Verletzten“ an den Zelten abholten und in umliegende Krankenhäuser brachten.

Gegen 01.30 Uhr entschied der Leitende Branddirektor und Feuerwehr-Vize-Chef Thomas Lembeck, die Übung zu beenden. Die anschließenden Aufräumarbeiten, Abtransport der Fahrzeuge und Reinigen der Fahrbahn dauerten noch mehrere Stunden an. (MF)

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