Feuer im Wohnstift – 100 Kräfte im Einsatz


Hannover (BF) – Bei einem Zimmerbrand in einem Appartement des Wohnstifts Kleefeld wurden am Ostermontag drei Personen verletzt. Durch umsichtiges Handeln des Pflegepersonals  und dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr konnten weitere Bewohner aus dem vom Brand betroffenen Pflegebereich rechtzeitig evakuiert werden.

Um 19.45 Uhr löste die Brandmeldeanlage des Wohnstifts im Osterfelddamm einen Alarm in der Regionsleitstelle Hannover aus. Fast zeitgleich ging ein Notruf mit einer Feuermeldung aus dem Wohnstift ein. Aufgrund der eingehenden Meldungen wurden durch die Regionsleitstelle drei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren Buchholz und Vinnhorst  sowie Rettungsdienstkräfte für einen möglichen Massenanfall von Verletzten alarmiert.

Der 75-jährige Bewohner des vom Brand betroffenen Appartements befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in seinem Zimmer, konnte durch die Feuerwehr gerettet und anschließend mit schweren Brandverletzungen in die Medizinische Hochschule transportiert werden. Zwei weibliche Pflegekräfte aus dem Wohnstift mussten mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation ebenfalls in die Medizinische Hochschule transportiert werden.

Sechs weitere Bewohner wurden durch Feuerwehr und Pflegepersonal aus dem betroffenen Gebäudeteil evakuiert, dabei handelt es sich auch um drei bettlägerige Patienten, die auf ihren Matratzen liegend ins Freie gerettet worden sind.

Das Feuer in dem Appartement des somatischen Wohn- und Pflegebereiches konnte von einem vorgehenden Trupp unter Atemschutzgeräten mit einem C-Strahlrohr zügig gelöscht werden. Bereits um 20.00 Uhr kam die Rückmeldung „Feuer aus“. Durch Einsatz von mehreren Druckbelüftungsgeräten wurde der Gebäudeteil vom Brandrauch befreit. Alle evakuierten Bewohner konnten nach Abschluß der Einsatzmaßnahmen in ihre Appartements zurückkehren oder wurden in anderen Appartements untergebracht.

Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 100.000 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 100 Einsatzkräften und 52 Fahrzeugen vor Ort.

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