Fentanyl: 27-Jähriger kaute Schmerzpflaster


Rosenheim (pol) – Die Todesursache eines 27-Jährigen, der am 29. Oktober 2013 in Rosenheim verstorben war, scheint jetzt festzustehen: Er hatte ein Fentanylpflaster gekaut und war an einer Überdosis des Schmerzmittels gestorben.

Der junge Mann war am 23. Oktober 2013 leblos in der elterlichen Wohnung gefunden worden. Rettungsdienst und Notarzt konnten ihn zwar zunächst erfolgreich reanimieren. Eine Woche später starb er jedoch in einer Rosenheimer Klinik.

Die Rosenheimer Kriminalpolizei übernahm die Ermittlungen zur Klärung der Todesumstände. Die bisherigen Ermittlungen ergeben, dass der Verstorbene am 23. Oktober Medikamente für seine Großmutter in einer Apotheke abgeholt hatte. Darunter befand sich auch eine Packung rezeptpflichtiger Schmerzpflaster. Der 27-Jährige, der als langjähriger Konsument auch harter Drogen bekannt war, „zweigte“ sich daraus offenbar ein Fentanylpflaster ab und kaute dieses. Dieses Pflaster war von den Ärzten im Klinikum Rosenheim im Mund des leblosen Patienten gefunden worden.

Fentanyl ist ein starkes Schmerzmittel, das vom Betäubungsmittelgesetz erfasst wird. In seiner Wirkung wird es als 80- bis 100-mal stärker als entsprechende Morphinpräparate beschrieben.

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