Familie von Feuer im Schlaf überrascht


(Foto: BRK)Freilassing (BRK) – Die Feuerwehr Freilassing rettete in der Nacht drei Menschen. Ein Balkonbrand mit massiver Rauchentwicklung hatte die dahinter liegende Wohnung in Mitleidenschaft gezogen und eine junge Familie mit einem erst wenige Tage alten Säugling im Schlaf überrascht. Das Rote Kreuz brachte die junge Familie zur weiteren Untersuchung ins Salzburger Landeskrankenhaus.

Gegen 3.16 Uhr teilte eine aufmerksame Zeugin bei der Polizei eine verdächtige Lichtquelle in der Watzmannstraße in Freilassing mit. Mit der Meldung einer unklaren Rauchentwicklung im Freilassinger Stadtteil Hofham wurden daraufhin um 3.22 Uhr die Feuerwehr und das Rote Kreuz von der Integrierten Leitstelle Traunstein alarmiert. Die Einsatzkräfte fanden nach kurzer Suche eine brennende Couch auf dem Balkon im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses vor; die dahinter liegende Wohnung war unbeleuchtet. Auf mehrmaliges Läuten reagierte niemand, worauf sich der Einsatzleiter entschied, die Tür öffnen zu lassen. Besonders der Gesichtspunkt, dass ein Kinderwagen vor der Wohnungstür stand, ließ die Retter vermuten, dass sich Personen in der Wohnung befinden könnten.

Die Besatzung eines Löschfahrzeugs öffnete umgehend die Wohnungstür und fand eine bereits stark verrauchte Wohnung vor. Durch geborstene Scheiben an der Balkontür, die von unten zunächst nicht erkennbar waren, war der Rauch in die Wohnräume eingedrungen. Bei der Absuche der Wohnung fanden die Atemschutzgeräteträger eine junge Familie schlafend im Schlafzimmer vor. Die 19-jährige Mutter und ihr gleichaltriger Freund wurden zusammen mit ihrem erst elf Tage alten Mädchen von den Feuerwehrkräften geweckt und anschließend aus der Wohnung gerettet. Alle drei hatten nach erster Einschätzung leichte Rauchgasvergiftungen erlitten. Der Rettungsdienst des Roten Kreuzes war mit zwei Rettungswagen und dem Freilassinger Notarzt vor Ort und versorgte die Geretteten, die danach zur weiteren Untersuchung ins Salzburger Landeskrankenhaus gebracht wurden.

Die Besatzung des Hilfeleistungslöschfahrzeugs ging im Außenangriff über eine Steckleiter gegen den Brand vor. Im Einsatz waren neben der Feuerwehr Freilassing mit 23 Einsatzkräften und vier Fahrzeugen das BRK mit zwei Rettungswagen, ein Notarzt sowie eine Streife der Polizei Freilassing, die die Ermittlungen zur Brandursache und Schadenshöhe aufgenommen hat.

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