Explosionen auf der A8, drei Fahrzeuge in Flammen


Stuttgart (BF) – Mehrere Anrufer meldeten der Integrierten Leitstelle Feuerschein und Explosionsgeräusche aus Richtung der A8 auf Höhe des Stadtteils Fasanenhof. Eine genaue Einsatzstelle konnte aber nicht angegeben werden.

Die Integrierte Leitstelle alarmierte daraufhin den Löschzug der Feuer- und Rettungswache 5 sowie zwei Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr.

Die ersteintreffenden Kräfte meldeten einen Verkehrsunfall unter Beteiligung von zwei Lastkraftwagen, einem Kleintransporter und einem PKW. Bei einem LKW handelte es sich um einen mit ca. 30.000 Litern Heizöl beladenen Gefahrguttransporter. Der Tank war aufgerissen, Heizöl ausgetreten und in Brand geraten. Ein darauf aufgefahrener, mit Altreifen beladener LKW, stand bereits in Vollbrand. In Fahrtrichtung München befand sich in ca. 400 Metern Entfernung eine weitere Schadenstelle mit einem brennenden PKW und einem auf der Seite liegenden Kleintransporter.

Die Einsatzkräfte begannen unmittelbar mit der Bekämpfung des PKW-Brandes. Der Fahrer konnte nur noch tot geborgen werden.

Die bereits aufgrund der ersten Lagemeldung ergänzend alarmierten Einsatzkräfte bereiteten einen umfassenden Löschangriff mit Sonderlöschmitteln vor. Zu diesem Zeitpunkt zündete eine große Menge ausgetretenes Heizöl auf der Parallelfahrbahn durch. Sofort wurde ein Schaumangriff mit zwei Schaumrohren vorgenommen und der im Vollbrand stehende LKW ebenfalls abgelöscht. Für den im Fahrerhaus eingeklemmten Fahrer kam ebenfalls jede Hilfe zu spät.

Auf eine Brandbekämpfung am Gefahrguttransporter wurde zunächst verzichtet, da eine Ausbreitung des Brandes in das Kanalnetz infolge der Löschmaßnahmen nicht ausgeschlossen werden konnte.

Um eine ausreichend große Löschmittelmenge zur Verfügung zu haben, wurde die Werkfeuerwehr des Flughafens Stuttgart zu Unterstützung angefordert. Diese entsandte einen Einsatzleitwagen und ein Flugfeldlöschfahrzeug.

Gleichzeitig begannen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr eine Wasserversorgung vom Bereich Unteraichen bis auf die Bundesautobahn aufzubauen.

Da vermutet wurde, dass Heizöl in das Entwässerungsnetz der Bundesautobahn eingetreten war, kontrollierten Einsatzkräfte die umliegenden Kanalschächte und Regenrückhaltebecken. Nach Absprache mit der Autobahnmeisterei wurde zwei Regenrückhaltebecken gesichert. Diese werden durch die Autobahnmeisterei nach Abschluss der Arbeiten gesäubert.

In den frühen Morgenstunden meldete der Einsatzleiter „Feuer aus“. Von Seiten der Feuerwehr kann jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht abgesehen werden, bis wann die Autobahn wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

Die verwaisten Feuerwachen wurden über die Einsatzdauer mit Kräften der Freiwilligen Feuerwehr besetzt.

Bilder des Löscheinsatzes können auf der Webseite der Feuerwehr Stuttgart eingesehen werden.

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