Explosion und Wohnhausbrand in Winterberg


Winterberg (ots) – In Winterberg-Silbach kam es Dienstagnachmittag (18.8.09) aus bisher ungeklärter Ursache zu einer Explosion mit anschließendem Wohnhausbrand. Dabei wurden sechs Personen verletzt.

Gegen 14.30 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr zum Einsatzort gerufen. In dem Keller eines freistehenden Einfamilienhauses war es nach Zeugenaussagen zu einer bzw. mehreren Explosionen gekommen, welche einen Brand im Haus auslösten. Das Haus wird von drei Personen bewohnt. Einem Ehepaar (Mann 79, Frau 57 Jahre alt) und deren 33-jährigen Sohn. Diese befanden sich zur Brandzeit im Haus.

Ersthelfern, zwei in der Nachbarschaft beschäftigten Handwerkern und einem Winterberger Polizeibeamten, gelang es, die verletzten Eltern mit einer Leiter von einem Balkon zu retten, auf den das Paar vor den Flammen geflüchtet war. Der 33-jährige Sohn wurde von den Rettungskräften schwerstverletzt vor dem Haus angetroffen und versorgt. Er erlitt lebensgefährliche Brandverletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Bochumer Klinik geflogen. Seine Eltern galten ebenfalls zunächst als schwer verletzt und wurden in das Mescheder Krankenhaus eingeliefert. Im Laufe des Nachmittages konnte die Mutter das Krankenhaus aber bereits wieder verlassen. Ihr Mann verblieb dort stationär. Die drei Ersthelfer erlitten bei ihrer Rettungstat leichte Verletzungen; sie wurden im Winterberger Krankenhaus behandelt.

Das Feuer wurde von den Feuerwehren aus Silbach, Siedlinghausen, Altenfeld und Winterberg unter Einsatz einer Drehleiter bekämpft und gelöscht. Es waren 50 Feuerwehrleute im Einsatz. Dazu kamen 25 Polizeibeamte und 20 Rettungsdienstkräfte.

Brandermittler der Kripo nahmen noch am Nachmittag die ersten Ermittlungen auf. Nach bisherigem Erkenntnisstand explodierten in einem Kellerraum ein oder mehrere Gasflaschen (11-kg-Campinggasflaschen). Wie es zu den Explosionen kommen konnte, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Erste Meldungen, dass Schweißarbeiten an einer Heizung die Explosion verursachten, bestätigten sich nicht. Zur Explosionszeit befanden sich außer den Bewohnern keine weiteren Personen im Haus. Die Staatsanwaltschaft Arnsberg hat einen Brandsachverständigen zur Klärung der Explosionsursache eingeschaltet. Der Brandort wurde wegen der laufenden Ermittlungen beschlagnahmt.

Ein Notfallseelsorger der Polizei kümmerte sich um die verletzten Eltern und sorgte für eine vorläufige Unterbringung der 57-jährigen Frau.

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