EU-Agentur für Katastrophenschutz


Brüssel (pm) – Die Organisation des Katastrophenschutz in Europa sei zu bürokratisch, die nationalen Ansätze würden zu wenig mit den Nachbarn koordiniert. Das Europaparlament fordert von der Europäischen Kommission ein Konzept für eine EU-Katastrophenschutz-Agentur.

Die jährliche Anzahl katastrophaler Unfälle oder Naturereignisse hat sich innerhalb der vergangenen 35 Jahre verfünffacht. Demnach starben in den vergangenen 20 Jahren fast 90.000 Menschen in der EU an den Folgen von Überschwemmungen, Stürmen, Hitzewellen und Waldbränden. In ihrem Bericht zur europäischen Katastrophenabwehr skizziert die italienische Christdemokratin Elisabetta Gardini Wege, um selbst in Zeiten schrumpfender Mittel schneller und effizienter auf solche Katastrophen reagieren zu können.

So sei der Katastrophenschutz in Europa noch „zu bürokratisch“ und unsolidarisch, nationale Ansätze würden nicht ausreichend koordiniert. Die EU-Kommission müsse daher einen Vorschlag für die Gründung einer EU-Agentur zum Katastrophenschutz vorlegen. Mehr Geld sollte auch in die Erforschung der Folgen des Klimawandels und der Ursachen von Waldbränden investiert werden.

Investitionen die sich auszahlen könnten: die Katastrophen der vergangenen 20 Jahre, schreibt Gardini, hätten die EU 211 Milliarden Euro gekostet.

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