Erweiterte Versorgungsstandards im Kreis Warendorf


Notärzte und Rettungsassistenten im Kreis Warendorf handeln nach einheitlichen Standards (Foto: Kreis Warendorf)Kr. Warendorf (pm) – Der Rettungsdienst im Kreis Warendorf schult seine Rettungsassistenten in erweiternden Versorgungsmaßnahmen. Für Kreislaufstillstand und Schlaganfall gibt es entsprechende Verfahrensanweisungen.

„Schon 2008 haben wir an den Rettungswachen des Kreises Warendorf damit begonnen, die Mitarbeiter für Maßnahmen zum Vorgehen im Rahmen des so genannten rechtfertigenden Notstandes bei lebensbedrohlichen Notfällen zu schulen“, berichtet Dr. Ralph Schomaker, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im Kreis Warendorf, der bei der Ausbildung federführend ist.

Mit der Teilnahme an den Schulungen können die Rettungsassistenten nachweisen, dass sie überbrückende ärztliche Maßnahmen zur Lebenserhaltung bzw. bei schweren gesundheitlichen Störungen eigenverantwortlich und rechtlich abgesichert durchführen dürfen.

Nachdem als erstes zeitkritisches Notfallbild die Versorgung des Patienten mit akutem Herzstillstand nach einem einheitlichen Reanimationsstandard, der über die geltenden Richtlinien hinausgeht, geschult worden war, hat Dr. Ralph Schomaker nun die „Verfahrensanweisung (VA) Schlaganfall“ erstellt. Sie verbessert in Absprache mit den betreuenden stationären Einrichtungen, den so genannten Stroke-Units des Kreises und der Nachbarkreise/-städte, die Versorgung eines weiteren Notfallbildes, bei dem es für die Patienten in besonderem Maße auf jede Sekunde ankommt. Die Anweisung gilt verbindlich für Notärzte, Rettungsassistenten und Leitstellendisponenten des Kreises Warendorf bei Notfällen, in denen bei Patienten durch den Rettungsassistenten oder Notarzt die Verdachtsdiagnose Schlaganfall gestellt wurde.

„Damit wollen wir dafür sorgen, dass wir im  Rettungsdienst einheitlich handeln – und zwar auf gesetzlicher sowie medizinisch aktueller Grundlage“, erläutert der ärztliche Leiter. Eine erste ergänzende Schulung für die Hilfe bei Schlaganfällen ist im ersten Halbjahr 2010 vorgesehen. Für 2011 ist eine Anweisung und Schulung für die Versorgung von bestimmten Traumapatienten (durch äußere Einflüsse schwerwiegend Verletzte) geplant.

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