Ersthelfer reanimieren Badeopfer erfolgreich


Niedersonthofen (pol) – Durch das spontane Engagement mehrerer Badegäste wurde am Mittwochnachmittag ein 53-Jähriger aus dem Niedersonthofener See gerettet.

Der 53-Jährige und seine Ehefrau aus Mühlheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen) nutzten das schöne Wetter um am Niedersonthofener See zu Baden. Der Ehemann wollte gegen 14.00 Uhr eine Runde schwimmen. Als er sich circa 30 Meter vom Ufer entfernt befand, bekam er Herzprobleme.

Zwei Kinder im Alter von zwölf und 14 Jahren aus dem Landkreis Mittelsachsen, ein 59-Jähriger aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach, ein 44-Jähriger aus Stuttgart sowie eine 42-jährige Frau aus Kempten erkannten die Situation und schwammen zu dem in Lebensgefahr befindlichen Mann, der sich zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Kopf unter Wasser befand.

Gemeinsam gelang es ihnen, den Mann auf eine freischwimmende circa 3 x 3 Meter große Badeinsel zu hieven. Dort wurde die Person unter äußerst schwierigen Bedingungen zunächst von den Ersthelfern reanimiert.

Durch einen Rettungshubschrauber wurde ein Notarzt über die Winde mit Unterstützung eines Angehörigen der DLRG auf der kleinen Insel abgesetzt. Aufgrund des Gewichts der für die Rettung erforderlichen Personen befand sich die Insel bereits teilweise unter Wasser. Dank des Einsatzes der Helfer setzte die Atmung des Mannes wieder ein.

Mit einem Boot der Feuerwehr wurde der 53-Jährige im weiteren Verlauf an Land gebracht, von wo aus er mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Kempten gebracht wurde.

Seitens der Polizei sowie der DLRG wird den beteiligten Ersthelfern ein großes Lob ausgesprochen. In diesem Fall haben sich alle Helfer von der Absetzung des Notrufes, über die Rettung des Mannes und dessen für die Helfer körperlich belastende Reanimation bis hin zur Einweisung der anfahrenden Rettungskräfte äußerst vorbildlich verhalten.

One Response to “Ersthelfer reanimieren Badeopfer erfolgreich”

  1. Jörn on August 24th, 2012 10:30

    VORBILDLICH !

    Hier wurde wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass Ahnefelds „Rettungskette“ nur richtig funktionieren kann, wenn von Beginn an ALLE mit „im Boot sitzen“. Denn wir Retter kommen (fast) IMMER zu spät, es sei denn, wir sind als „by-stander“ vor Ort.

    Hochsommerliche, aber diesmal regnerische Grüße aus dem Südwesten

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