Erste Verlegung mit mobiler Herz-Lungen-Maschine


Würzburg (ots) – Dank des Einsatzes der neuen mobilen Herz-Lungen-Maschine Lifebridge B2T konnte eine 48-jährige Patientin vom Klinikum Coburg in das Universitätsklinikum Würzburg verlegt werden.

Die Patientin wurde noch im Klinikum Coburg an die portable Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Ihr Herz-Kreislaufsystem konnte somit während des Transports im Hubschrauber künstlich aufrecht erhalten werden. Nur so konnte die notwendige Weiterbehandlung in der Universitätsklinik durch das Ärzteteam um Prof. Dr. Rainer Leyh erfolgen.

Aufgrund des sich dramatisch verschlechternden Zustands einer Patientin mit Herzmuskelentzündung entschieden sich die behandelnden Ärzte im Klinikum Coburg am 15. Juni 2008 für eine Verlegung der Patientin in das Universitätsklinikum Würzburg. Eine reguläre Verlegung der schwerstkranken Person kam nicht in Frage. Dass sie dennoch nach Würzburg geflogen werden konnte, ist einer voll mobilen und kompakten Herz-Lungen-Maschine, die Ärzte und Patientin auf dem Luftweg begleitet hat.

„Eine Verlegung hätte die Patientin ohne die Lifebridge nicht überlebt“, so Prof. Dr. Rainer Leyh, Leiter der Herzchirurgie im Universitätsklinikum Würzburg. Die Patientin befand sich bereits im kardiogenen Schock, einem lebensbedrohlichen Zustand. Aufgrund des niedrigen Gewichts und der geringen Größe konnte die Herz-Lungen-Maschine in den Hubschrauber der HDM Luftrettung gGmbH geladen und sofort zur Patientin nach Coburg geflogen werden. Oberarzt Dr. Lange aus der Würzburger Universitätsklinik schloss das System vor Ort sofort an die Patientin an. So konnte ihr der lebensrettende Transport zurück an die Universitätsklinik am unterfränkischen Regierungssitz ermöglicht werden.

Ein Intensivtransport mit laufender Herz-Lungen-Maschine ist eine extrem hohe logistische, personelle und fachliche Herausforderung, die in Teamarbeit zwischen dem Klinikum Coburg und den Kollegen in Würzburg Hand in Hand erfolgreich geleistet wurde. Um für die Patienten einen höchstmöglichen medizinischen Standard zu gewährleisten, wurde am Klinikum Würzburg eine spezielle Arbeitsgruppe aus der Herzchirurgie (Prof. Dr. Rainer Leyh), der Anästhesieologie (Prof. Dr. Norbert Roewer) und der Kardiologie (Prof. Dr. Georg Ertl) ins Leben gerufen. Die Kombination aus erfahrenen Ärzten und innovativer Technik im Universitätsklinikum hat nun schon einer Patientin das Leben gerettet und soll auch in Zukunft sicherstellen, dass die Region von diesem Know-how profitiert. So können weitere Leben erhalten werden.

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