Erste Leiche unter Trümmern gefunden


Köln (pi) – Am Sonntag wurde die Leiche eines der beiden mutmaßlich verschütteten Männer unter den Trümmern des Kölner Stadtarchivs gefunden. Die Kölner Feuerwehr hatte am vergangenen Freitag mit der Durchsuchung des Schuttkegels beginnen können, in der zwei Vermisste vermutet wurden. Dabei hatten die Helfer am Sonntagmorgen gegen 2.00 Uhr den Leichnam eines Todesopfers freigelegt. Die Räumung und Sucharbeiten auf dem Gelände wurden unter extrem schwierigen Bedingungen durchgeführt. Größte Probleme bereiteten akut einsturzgefährdete Nachbarbauten des Historischen Archivs sowie Instabilität des gesamten Suchgeländes mit immer wieder nachrutschenden Schutt- und Erdmassen, die weitere Nachbarbauten gefährdeten. Aus Sicherheitsgründen mussten unter anderem benachbarte Wohngebäude und das so genannte „Preußische Tor" in Teilen oder auch vollständig abgebrochen werden. Unterirdische Keller- und Hohlräume wurden zur Bodenverfestigung, die erst den Einsatz von schwerem Gerät möglich machte, auch gestern noch mit Beton verfüllt. Die Durchsuchung des Schuttkegels erfolgte in einer kombinierten schichtweisen Suche kleinräumig unter Einsatz von Großgerät, Suchhunden und händisch durch Mitarbeiter der Feuerwehr. Die Suche nach dem zweiten Vermissten auf der Unglücksstelle des Historischen Archivs in der Kölner Innenstadt wurde indessen von der Berufsfeuerwehr Köln und den eingesetzten Hilfsorganisationen in der vergangenen Nacht mit über 140 Helfern ohne Pause fortgesetzt. Doch die Suche auf den Schuttkegel in unmittelbarer Nähe des Fundortes der Leiche, brachte keinen Erfolg. Seit heute früh suchen die Hilfskräfte in einem zweiten, rückwärts gelegenen Teil des Schuttberges. In diesem Bereich hatte ein Suchhund heute Nacht angeschlagen.

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