Erste Hilfe braucht Mut und Training – Neues Erste-Hilfe-Konzept der Johanniter vermittelt Spaß am Helfen


Berlin (ots) – Damit Erste Hilfe wirksam unterrichtet wird, müssen die Kurse große Praxisanteile haben und vor allem den Mut zum Helfen fördern. Darauf weisen die Johanniter im Zusammenhang der aktuellen Diskussion um die Qualität von Erste-Hilfe-Kursen hin.Weil das Prinzip des langweilenden Frontalunterrichtes das Erste-Hilfe-Wissen nach modernen pädagogischen Erkenntnissen nicht wirkungsvoll transportiert, haben die Johanniter bereits im vergangenen Jahr reagiert und ihre Kurse grundlegend verändert: In den neuen Kursen lernen die Teilnehmer spielerischer und mit viel gemeinschaftlichem Training, wie sie im Notfall richtig helfen und in den wertvollen Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes möglicherweise Leben retten.

Die Erfahrung der Hilfsorganisation in der Vergangenheit zeigt jedoch, dass allein durch kürzere Kurse nicht mehr Menschen eine Erste-Hilfe-Ausbildung besuchen. „Die Kurse kommen nur dann gut an, wenn sie sich an der Realität von Hilfesituationen orientieren und viel praktische Übungen bringen. Wer Erste Hilfe mit Spaß an der Sache verbindet wird motiviert, im Notfall auch tatsächlich zu helfen und kann auch in der realen Stresssituation handeln“, sagt Ralf Sick, Leiter des Johanniter-Bildungswerkes.

Die Johanniter orientieren sich in ihrer Neuen Ersten Hilfe auch nicht wie früher an 28 einzelnen Notfallbildern. Mit nur sechs Leitsymptomen lassen sich im Prinzip die wichtigsten lebensrettenden Handgriffe erklären. So wird die Erste Hilfe übersichtlich und ist auch besser zu merken.

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