Erschöpften Surfer gerettet


Norddeich (DGzRS) – Im Wattenmeer vor Norddeich haben die Seenotretter am Sonntag einen völlig entkräfteten Surfer aus einer akuten Notlage gerettet. Der 25-jährige Mann klammerte sich an die Spitze eines Seezeichen, als die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes Woltera/Station Juist der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eintraf.

Die Seenotretter befanden sich auf einer Kontrollfahrt nach Norddeich, als der dortige Hafenmeister sie über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 auf die Notlage des Surfers aufmerksam machte. Passanten hatten vom Ufer aus beobachtet, wie der 25-Jährige an dem sogenannten Kardinalzeichen, der Markierung des Buhnen-Endes als gefährliche Untiefe, Halt suchte.

Die WOLTERA nahm sofort Kurs auf den Surfer. In der Nähe der Steine des Leitdamms mussten die Seenotretter bei südwestlichen Winden um sieben Beaufort (bis 61 km/h Windgeschwindigkeit) vorsichtig manövrieren. Sie warfen dem Mann eine Leine zu, zogen ihn ein Stück in tieferes Wasser und nahmen ihn schließlich durch die Bergungspforte an Bord. Dort hüllten sie ihn in wärmende Decken und versorgten Schnittverletzungen an seinen Füßen, die er sich beim Festklammern am Seezeichen zugezogen hatte. In Norddeich übergaben die Seenotretter den Mann in die Obhut seiner Familie.

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