Erneuter Unfall im Chemieunterricht


Heilbronn (pol) – Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage ist es während des Chemieunterrichts an einer Schule in Baden-Württemberg zu einem Ziwschenfall gekommen. In Heilbronn kamen 30 Schüler mit Bromdämpfen in Kontakt. Erst am Montag mussten in Ulm mehrere Schüler und eine Lehrerin rettungsdienstlich versorgt werden, nachdem sie schwefelhaltige Dämpfe eingeatmet hatten. 

Zu dem neuen Unfall kam es am Dienstag gegen 13.00 Uhr. Während des Chemieunterrichts in einem Beilsteiner Gymnasium trat aus einer Glasflasche Brom aus. Nach den ersten Erkenntnissen hatte die 57-jährige Lehrerin während des Unterrichts in einer achten Klasse die Flasche geöffnet. Möglicherweise hatte sie zuvor jedoch nicht die Abzugsvorrichtung eingeschaltet, sodass sich die Bromdämpfe im Klassenzimmer ausbreiten konnten.

13 Schulkinder im Alter von 14 und 15 Jahren sowie die Lehrerin wurden zur vorsorglichen Behandlung in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. 17 weitere Kinder blieben bis etwa 16.00 Uhr zur Beobachtung in der Turnhalle der Schule. Die Personen, die vom Rettungsdienst in die Kliniken gebracht wurden, hatten ersten Erkenntnissen zu Folge vermutlich nur leichtere Verletzungen erlitten. Sie klagten über Atembeschwerden und Halsreizungen.

Die Feuerwehr war mit sechs Fahrzeugen und 33 Einsatzkräften vor Ort. Der entsprechende Gebäudeteil wurde durchlüftet. Luftmessungen ergaben im Bereich des Abzuges geringe Konzentrationen von Brom. Insgesamt waren zur Versorgung der Verletzten rund 30 Rettungskräfte und drei Notärzte eingesetzt.

Im vorliegenden Fall handelt es sich bei der Chemikalie um flüssiges Brom, welches in einer Glasflasche mit speziell gesichertem Verschluss aufbewahrt wird. Brom ist giftig sowie stark ätzend und führt beim Einatmen zu Atemnot.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?