Erken: Lebensgefährlicher Biss einer Puffotter


Erken/Düsseldorf (BF) – Der Besitzer eines Terrariums wurde am späten Dienstagabend (29.07.2014) in Erken (Kreis Kleve) bei der Schlangenpflege von einer Puffotter gebissen.

Da der 53-Jährige die tödliche Vergiftungsgefahr kennt, verständigte er sofort den Rettungsdienst. Die Rettungsdienst-Mitarbeiter brachten den Verletzten nach Rücksprache in die Universitätsklinik Düsseldorf. Die diensthabenden Ärzte verabreichten dem Mann zwar ein Antiserum, doch die erhoffte Wirkung blieb aus. Deshalb schalteten die Ärzte einen Reptilienfachmann der Feuerwehr Düsseldorf ein.

Gemeinsam organisierten Ärzte und Feuerwehr parallel das in diesem Fall erforderliche Antidot. Es wird im Aqua-Zoo vorgehalten, sodass ein Feuerwehrfahrzeug mit einer Kühlbox zum Zoo fuhr, das Serum dort abholte und es anschließend direkt zur Uniklinik brachte. Dort verabreichten die Ärzte die nötige Menge des Gegengiftes. Anschließend erfolgte noch eine aufwendige operative Wundversorgung: Ein Unterdruckverband sollte das restliche Gift aus der Wunde herausziehen.

Der Reptilienhalter liegt derzeit auf der Intensivstation. Nach Auskunft der behandelnden Ärzte sei er in einem stabilen Zustand.

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