„Emergency Rooms“ für Deutschland


München (ots) – Notfallärzte fordern massive Verbesserungen in deutschen Notaufnahmen. Zentrale Einrichtungen wie der amerikanische „Emergency Room“ könnten mehr Leben retten.

Hoch organisierte zentrale Notaufnahmen wie sie in Fernsehsendungen wie „Emergency Room“ dargestellt werden, seien  „in Deutschland oft leider die Ausnahme,“ sagte Dr. Barbara Hogan, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft Interdisziplinäre Notfallaufnahme e.V. (DGINA) auf einer Konferenz in München. „In Deutschland müssen zeitkritische, extrem schwierige Diagnosen oft von jungen, unerfahren Ärzten unter Zeitdruck und ohne jegliche fachärztliche Unterstützung gestellt werden,“ so Hogan. „Ärzte arbeiten in Notaufnahmen oft für ein paar Monate oder gar Wochen und kehren danach in ihre Fachabteilung zurück. Besser organisiert könnten wir mehr Leben retten.“

Die DGINA fordert die flächdeckende Einführung von eigenständigen, zentralen Notaufnahmen nach dem Vorbild der amerikanischen „Emergency Rooms“ in deutschen Krankenhäusern.

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