Eisglätte sorgt für viele Einsätze


Hamburg (rd.de) – Einsätze am laufenden Band für den Rettungsdienst der Stadt Hamburg. Durch vereiste Gehwege sind Stürze und Knochenbrüche an der Tagesordnung.

Nach Agenturangaben wickelt die Hamburger Feuerwehr derzeit über 1.000 Einsätze pro Tag ab. Das sind doppelt so viele wie üblich. Die deutliche Steigerung ist der anhaltenden Straßenglätte auf Geh- und Radwegen geschuldet. Bis zu 15 Zusatzfahrzeuge sollen im Einsatz sein.

Nachdem Streusalz längst schon knapp geworden ist, beschränkte sich der Winterdienst auf die Räumung der Hauptverkehrsstraßen. Auch Hausbesitzer konnten ihrer Räum-Pflicht nicht mehr nachkommen, weil weder Salz noch Granulat als Streumittel zu beschaffen ist. Nach dem einsetzenden Tauwetter schlug der Frost wieder zu und verwandelte Geh- und Radwege zu Eisflächen. Der Rettungsdienst ist im Dauereinsatz, die Notaufnahmen der Krankenhäuser sind überfüllt.

Nach einer gestrigen Krisensitzung soll die Stadtreinigung seit heute mit 1.000 zusätzlichen Kräften ausgerückt sein, um den vereisten Gehwegen zu Leibe zu rücken.

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC) ärgert sich über TV-Aussagen der Hamburger  Polizei. Der Polizeipressesprecher Ralf Meyer hatte behauptet, dass ein benutzungspflichtiger Radweg auch dann benutzt werden müsse, wenn er zugestellt oder vereist sei. Der ADFC widerspricht dieser Aussage. Der Bundesgerichtshof habe schon 1994 geurteilt, dass ein Radfahrer in solchen Fällen auf die Straßenfahrbahn ausweichen darf.

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