Einstündige Suche nach verletzten Mädchen


Bad Reichenhall/Piding (BRK/ml) – Über eine Stunde lang mussten die Polizei und der Rettungsdienst des Roten Kreuzes am Sonntagnachmittag nach zwei verletzten Mädchen in der Saalachau suchen.

Die beiden Zwölfjährigen aus Bad Reichenhall und Piding waren gegen 16.15 Uhr beim Spielen in der Marzoller Au von einem Baum gestürzt, konnten im Handy-Notruf aber den genauen Unfallort nicht näher beschreiben.

Insgesamt vier Polizeistreifen und drei Fahrzeugbesatzungen des Roten Kreuzes suchten über eine Stunde lang die Pidinger und die Marzoller Au nach den Verletzten ab, wobei die Einsatzkräfte sich an den wenigen Angaben orientieren mussten, die die Mädchen per Notruf gemeldet hatten: Sie seien in der Nähe einer Brücke und eines zugefrorenen Weihers, könnten aber keine Straße erreichen, da beiden beim Aufstehen schwindlig werde und sie immer wieder das Bewusstsein verlieren würden.

Während die Fahrzeugbesatzungen von mehreren Stellen aus die Radwege im Auwald entlang der Saalach abfuhren, ermittelte die Polizeieinsatzzentrale in Rosenheim den Besitzer des Handys und schickte eine Streife zur angegebenen Adresse; die dort angetroffene Mutter führte die Beamten zu einer Stelle im Wald, wo die Mädchen üblicherweise spielen. Trotz intensiver Suche wurden die beiden dort aber nicht gefunden. Zeitgleich versuchten die Disponenten in der Traunsteiner Rettungsleitstelle die Kinder wieder per Handy zurückzurufen, wobei über längere Zeit nur noch die Mobilbox erreichbar war.

Als endlich wieder eines der beiden Mädchen abhob, setzten die Retter auf eine weitere Möglichkeit, die letztlich erfolgreich war: Die Mädchen sollten melden, wenn sich das Martinshorn oder die Blaulichter eines Fahrzeugs nähern und dann laut um Hilfe rufen. Nach kurzer Zeit konnte der in Frage kommende Bereich auf ein dichtes Waldstück in der Saalachau im Bereich des Marzoller Stegs eingegrenzt werden. Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten die Helfer die vom Weg aus nicht sichtbare Einsatzstelle und übernahmen die medizinische Erstversorgung der Mädchen.

Beide hatten nach erster Einschätzung durch Notarzt und Rettungsassistenten Glück im Unglück und überstanden den Absturz leicht verletzt. Sie wurden per Rettungswagen zur Abklärung und Überwachung ins Kreiskrankenhaus Bad Reichenhall eingeliefert.

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