Einsatzübung am Inselsee


(Foto: DLRG Adendorf-Scharnebeck)Scharnebeck (DLRG) – Am Scharnebecker Inselsee (Niedersachsen) feierten sechs Jugendliche den Geburtstag eines Freundes. An der Grillstelle wurde ein Feuer entfacht und die Würstchen bereit gelegt. Da aber das Feuer nicht in Gang kommt, übergießt ein Jugendlicher die Kohle mit Benzin.

Die Folge war eine Explosion. Mit zum Teil schweren Verbrennungen finden sich die Feiernden am Strand wieder. Dieses Szenario gehörte zur Übung vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Lüneburg und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Adendorf-Scharnebeck am vergangenen Samstagabend.

Die Wachmannschaft der DLRG war gerade bei der Ausrüstungspflege als sich direkt an dem Grillplatz vor ihrer Wachstation eine Explosion ereignete. Wachleiter Jan Rotermundt erkundete die Lage und teilte seine drei Kameraden ein. Danach setzte er einen Notruf ab. Es gab zu dem Zeitpunkt fünf Verletzte und eine vermisste Person. Die Leitstelle alarmierte daraufhin die Schnell-Einsatzgruppe (SEG) des ASB. DLRG-Sanitäter begannen mit der Versorgung der Jugendlichen im Bereich der Grillstelle. Währenddessen suchte ein Rettungsschwimmer das Ufer ab, da laut Zeugenaussagen eine brennende Person ins Wasser gelaufen ist. Kurz darauf wurde diese gefunden und gerettet. Die Person hatte schwerste Verletzungen durch den explodierten Benzinkanister.

Mit Blaulicht und Martinshorn trafen im Laufe der Übung fünf Rettungswagen ein. Eingeteilt durch den Leitenden Notarzt und der Leiterin Rettungsdienst nahmen die Besatzungen die weitere Versorgung der Patienten auf. Schwierigkeiten machten den Fahrtragen der Sandstrand und das unebene Gelände. Die Retter von ASB und DLRG unterstützten sich gegenseitig bei diesen Problemen. Je nach Schwere der Verletzungen wurden die Jugendlichen in verschiedene Krankenhäuser aufgeteilt.

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