Einsatzkräfte retten vermissten 17-Jährigen vor dem Erfrieren


Berchtesgaden (brk) – Einsatzkräfte von Polizei und Bergwacht haben am Mittwochnachmittag einen vermissten 17-Jährigen vor dem Erfrieren gerettet, der nur spärlich bekleidet im steilen Bergwald zwischen Buchenhöhe und Oberau über einen Hang abgerutscht war und nicht sagen konnte, wo er sich befindet.

Seine besorgte Mutter meldete sich per Notruf bei der Polizei, die gegen 16.15 Uhr über die Leitstelle Traunstein die Bergwacht Berchtesgaden zur Vermisstensuche anforderte. Der junge Mann war nach Angaben der Mutter von der Buchenhöhe in Richtung Oberau gegangen, hatte dann wohl den Weg verlassen und war im steilen Bergwald einige Meter abgerutscht.

Da er alleine nicht mehr weiterkam, nur leicht mit Leinenturnschuhen, Jogginghose und einem Parka bekleidet war und bei rund minus zehn Grad Celsius Außentemperatur extrem fror, war höchste Eile geboten. Aus der Luft unterstützte die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 6“ die Suchmannschaft. Die Besatzung konnte über Handy Kontakt zu dem Jugendlichen herstellen, ihn in einer steilen Waldböschung im Bereich des so genannten Lettengrabens orten und die Bergwacht über Funk zur Einsatzstelle lotsen.

Die Retter stiegen zum Jungen ab, der bereits unterkühlt war, Erfrierungen an den Gliedmaßen hatte und notärztlich erstversorgt werden musste. Gesichert in einer Gebirgstrage und einem Wärmesack wurde er im Mannschaftszug mit einem Seil zu einer Wiese hochgezogen. Eine Rettungswagen-Besatzung des BRK brachte ihn vom Riemerweg aus zur weiteren Überwachung in die Kreisklinik Berchtesgaden. Die bereits alarmierte Lawinen- und Suchhundestaffel der Bergwacht-Region Chiemgau musste nicht mehr ausrücken.

Insgesamt waren acht Bergwachtleute, fünf Polizeibeamte, darunter ein Bergführer und der Landrettungsdienst des BRK mit drei Rettungsassistenten und dem Berchtesgadener Notarzt im Einsatz.

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