Einsatz auf der A19: Seelsorger für die Helfer


Rostock (JUH) – Gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen, der Polizei und der Feuerwehr waren die Rostocker Johanniter im Einsatz, um Verletzte des Unfalls auf der A19 zu versorgen. Bereits am Freitagnachmittag wurden von den Johannitern Notfallseelsorger alarmiert.

Bis spät in die Nacht betreuten Helfer der Hilfsorganisationen die zahlreichen Unfallopfer. Auch der Intensivtransporthubschrauber, den die Johanniter in Kooperation mit dem Rostocker Klinikum Südstadt und der Rotorflug GmbH betreiben, wurde zur Unfallstelle gerufen. Insgesamt sieben Rettungshubschrauber waren vor Ort.

Erst in den frühen Morgenstunden war der Einsatz für die Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten beendet. „Eine furchtbare Tragödie für alle Beteiligten, unser Mitgefühl gilt den Opfern und Angehörigen“, sagt Frank Baudisch, Regionalvorstand der Johanniter in Rostock. „Durch die in einander verkeilten Wracks, die zum Teil stark verbrannt waren, war es für die Helfer besonders schwierig, überhaupt an die Unfallstelle heranzukommen und Verletzte aus den Fahrzeugen zu befreien.“

Doch nicht nur körperliche Verletzungen tragen die Unfallbeteiligten davon: „Der Schock sitzt tief, nicht nur bei den Unfallopfern und ihren Angehörigen“, betont Baudisch,“auch die Helfer benötigen nach so einem Einsatz Betreuung durch psychologisch geschulte Kräfte. Das ist sehr wichtig, um die Bilder und Erlebnisse des heutigen Tages zu verarbeiten.“ Die Johanniter alarmierten bereits am Freitagnachmittag mehrere Notfallseelsorger aus der Region, um Verletzten, Angehörigen und Helfern beizustehen.

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