Einsatz 224: Nationaltorwart Enke ist tot


Hannover (rd.de) – Mit dem Alarmstichwort „Person unter Zug“ wurden Feuerwehr und Rettungsdienst zur Bahnstrecke am Balschenweg in Neustadt-Eilvese gerufen. Die Nachricht, dass es sich bei der Person unter dem Regionalexpress aus Bremen um Nationaltorhüter Robert Enke (32) handelt, erschütterte nicht nur Fußballfans.

Um 18 Uhr und 22 Minuten gingen die Piepser der freiwilligen Feuerwehrleute in Eilvese und Neustadt am Rübenberge im Kreis Hannover. Die Meldung „Person unter Zug“ bedeutet nie etwas Gutes. Die FF Eilvese rückt 1:13 besetzt, mit ELW, Rüstwagen und TLF zur Unfallstelle aus. Letzte Gelegenheit sich auf die nicht selten schockierenden Bilder einer solchen Einsatzstelle innerlich einzustellen.

Schnell verbreitete sich die Nachricht, bei dem Unfallopfer handelt es sich um Fußballnationaltorwart Robert Enke von Hannover 96. Nach Informationen der Polizei habe Enke sein Auto etwa zehn Meter von den Gleisen entfernt abgestellt. Enke habe sein Portemonnaie auf dem Beifahrersitz des nicht verschlossenen Mercedes Geländewagens liegenlassen. Anschließend muss Enke mehrere 100 Meter an den Gleisen entlang gegangen sein, bevor er von dem mit Tempo 160 km/h aus Richtung Bremen heranrasenden Regionalzug erfasst wurde.

Notarzt und Rettungsdienst konnten für den 32-jährigen Familienvater nichts mehr tun. Die Feuerwehr bemühte sich um die Bergung des Leichnams. Nach Informationen der Neustädter Lokalzeitung, wurde die Ehefrau Enkes, von einer Bekannten begleitet und von Notfallseelsorgern betreut, an die Unfallstelle geführt.

Die Homepage von Hannover 96 bleibt heute schwarz: „Wir trauern um Robert Enke“, steht dort zu lesen.

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