Einbindung statt Verwaltungsaufwand


Köln (MHD) – 79 ehrenamtliche Führungskräfte aus Einsatzeinheiten der Malteser diskutierten die Neuordnung des Katastrophenschutz in NRW.

Im Euskirchener Kreishaus wurden sie vom stellvertretenden Diözesangeschäftsführer und Katastrophenschutzreferenten Wilfried Esser auf den aktuellen Stand der Neuordnung des Katastrophenschutzes in NRW gebracht. „Die Verantwortlichen in den Ministerien dürfen das Ehrenamt nicht überfordern“, war denn auch die Botschaft von Wilfried Esser an Bund und Land. Denn die Anforderungen und Umsetzung der Ausbildungsrichtlinien der Innenministerien in Berlin und Düsseldorf würden für Ehrenamtliche immer schwieriger. Gleichzeitig würde der Verwaltungsaufwand stetig steigen. „Das schreckt viele Führungskräfte ab, Verantwortung zu übernehmen“.

Ihre Leistungsfähigkeit und das sehr hohe Qualitätsniveau hätten die Ehrenamtlichen in den Einsatzeinheiten erst jetzt wieder bei den vielen Einsätzen rund um den Karneval bewiesen. „Wir wollen aber nicht nur alle Festtage, wenn wirklich nichts mehr geht, in den Einsatz“, unterstrich Esser ganz deutlich. Erst sehr wenige Kommunen und Kreise wie Euskirchen würden die Einsatzeinheiten routiniert in die tägliche Gefahrenabwehr integrieren. Da wäre noch viel Spielraum im Hinblick auf eine Steigerung der Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamt.

Im Erzbistum Köln engagieren sich über 1.200 Helferinnen und Helfer in 19 Einsatzeinheiten. Sie sind zuständig für Sanitäts- und Betreuungseinsätze sowie die technische Unterstützung und die Führung von Einsätzen.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?