Ein Verletzter nach Fettexplosion


Braunschweig (BF) – Einen Schutzengel hatte der 40-jährige Bewohner einer Dachgeschosswohnung in Braunschweig, Essener Straße, als er vergangene Nacht brennendes Fett mit Wasser löschte.

In der Nacht zum Mittwoch gegen 01:30 Uhr war laut BF Braunschweig in Folge von Unachtsamkeit ein Kochtopf mit Fett auf dem Herd in Brand geraten. Als der 40-jährige Bewohner dies bemerkte, schüttete er Wasser zum Löschen in das mehrere hundert Grad heiße, brennende Fett. Hierdurch kam es zu einer Fettexplosion, bei der sich in Sekundenbruchteilen die ganze Küche mit einer Stichflamme füllte.

Nur durch sofortiges Hinlegen auf den Boden trug der 40-Jährige verhältnismäßig geringe Verletzungen – erst- und zweitgradige Verbrennungen an den Armen – davon.

Durch die Druckwelle, die sich in Form einer Stichflamme durch den Flur bis in das Wohnzimmer ausdehnte, wurde eine Innenwand des Wohnzimmers herausgedrückt.

Noch merkbar geschockt, alarmierte der Bewohner der Dachwohnung daraufhin um 01:31 Uhr selbst die Feuerwehr und löschte einige kleine Brandherde in seiner Wohnung.

Die nur wenige Minuten später eintreffenden Einheiten der Berufsfeuerwehr und Ortsfeuerwehr kontrollierten die gesamte Wohnung auf Brandnester und sicherten die teilweise eingestürzte Wand. Durch die Besatzung eines Rettungswagens wurde der 40-Jährige medizinisch versorgt und zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus transportiert.

Dass der Patient mit nur leichten Verletzungen davon kam, grenzt nach Aussage der Feuerwehr angesichts der Ausmaße der Stichflamme an ein Wunder: In der gesamten Küche seien von der Decke bis hinunter auf 80 cm über dem Boden Blasen im Lack der Türrahmen zu sehen und alle Plastikteile verschmort gewesen. Hieraus ließe sich ableiten, dass kurzzeitig Temperaturen von über 500 °C geherrscht haben mussten.

Da es sich bei der eingestürzten Wand nicht um eine tragende Wand handelte, konnten alle Bewohner des Mehrfamilienhauses in ihren Wohnungen verbleiben.

Möchten Sie einen Kommentar schreiben?