Ein Toter bei Feuer in Hochhaus


Köln (BF) – Am frühen Mittwochmorgen wurde die Feuerwehr Köln im 3.57 Uhr über einen Brand in der Straße „An der Fuhr“ in Köln-Meschenich informiert. Zahlreiche Notrufe und die am Telefon wahrnehmbare Panik der Anrufer veranlassten die Leitstelle sofort ein Großaufgebot von Einsatzkräften in Marsch zu setzen.

Die Leitstellenmitarbeiter schickten unverzüglich die Löschzüge aus Marienburg und Lindenthal sowie zwei Rettungswagen, ein Notarztteam und den Einsatzführungsdienst nach Meschenich. Gemeldet wurde ein Feuer im Bereich des 18. Obergeschosses des Hochhauses und augenscheinlich von Feuer und Rauch eingeschlossene Personen.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte war Feuerschein und Rauch an einem Balkon im 18. Obergeschoss erkennbar. Noch während die ersten beiden Einsatztrupps zum Brandgeschoss vorgingen, zerplatzten die Scheiben der betroffenen Wohnung und durch die plötzliche Sauerstoffzufuhr zündete das Wohnungsinventar schlagartig durch. Unmittelbar darauf schlugen Flammen bis zu drei Etagen höher an der Fassade entlang. Wegen der akuten Gefahr der Brandausbreitung, erhöhte der Einsatzleiter die Alarmstufe auf Feuer 3 und der Löschzug der Wache Innenstadt sowie Sonderfahrzeuge rückten zur Unterstützung nach.

Trotz der enormen Temperaturen und der massiven Verrußung im Flurbereich, gelang es dem Angriffstrupp in die Wohnung vorzudringen und die Brandbekämpfung erfolgreich durchzuführen. Dabei fanden sie den vermissten Mieter mit schwersten Brandverletzungen in der Wohnungsdiele. Für den Mieter kam leider jede Hilfe zu spät.

Im Verlauf des Einsatzes wurden zehn Personen aus dem Haus geführt und vorsorglich vom Notarzt gesichtet. Es waren keine Transporte in Krankenhäuser erforderlich. Es kam zu einer leichten Verrauchung der Flure des 19. bis 23. Obergeschosses, so dass personalintensive Messungen auf Kohlenmonoxid in den betroffenen Wohnungen notwendig wurden.

Vor Ort waren auch die beiden beherzten Nachbarn zu betreuen, die noch vor Eintreffen der alarmierten Feuerwehr versucht hatten, mit dem Strahlrohr des Wandhydranten Löschversuche zu unternehmen. Sie mussten diese allerdings nach Öffnen der Brandwohnungstür wegen der Hitze und des Rauches abbrechen.

Im Einsatz waren 62 Einsatzkräfte von den Einheiten aus Marienburg, Lindenthal, der Innenstadt, Weidenpesch, Rodenkirchen, der Freiwilligen Feuerwehr aus Rodenkirchen sowie der Führungsdienst der Feuerwehr.

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