Eiche stürzt auf Lkw-Führerhaus


Foto: PolizeiHeiligenhaus (ots) – Auf einer ländlich gelegenen Straße zwischen  Heiligenhaus und Ratingen-Homberg stürzte am Donnerstagmorgen gegen 07:30 Uhr eine Eiche auf das Führerhaus eines Lkw. 

Ein 38-jähriger Angestellter eines Düsseldorfer Müllentsorgers befuhr mit einem orangefarbenen MAN-Mülllastwagen die abgelegene Straße. Dabei befand sich der Mann aus Mönchengladbach allein im Führerhaus des 18-Tonners, da ein ihn begleitender 36-jähriger Kollege aus Düsseldorf am Heck des MAN L88 auf einem Trittbrett hinter der großen Müllpresse mitfuhr.

Als sich der Müllwagen auf dem nur schmal asphaltierten Weg in einem Waldstück hinter der örtlichen Kläranlage befand, kippte plötzlich aus einer hohen Böschung an der rechten Seite eine große Eiche quer über die Fahrbahn, nachdem deren Wurzelwerk – wahrscheinlich in Folge der andauernden starken Regenfälle – ihren Halt verloren hatte. Der am unteren Stammende auf ca. 80 cm Durchmesser geschätzte Baum stürzte unmittelbar auf das Fahrerhaus des Lkw.

Der 38-jährige Fahrer konnte weder ausweichen noch rechtzeitig genug vor der Kollision zum Stillstand kommen. Dass er sich aber in der Fahrerkabine reaktionsschnell nach rechts zur Seite auf die Sitzflächen warf, rettete ihm wahrscheinlich das Leben, denn der Baum zerschmetterte die Fahrerkabine und drückte das Dach bis auf Höhe der unteren Fensterkanten ein. Dennoch wurde der 38-jährige Lkw-Fahrer schwer verletzt und in seinem zerstörten Führerhaus eingeklemmt.

Sein 36-jähriger Kollege am Heck des MAN wurde durch den abrupten Stillstand des Fahrzeugs gegen die Aufbauten des Mülllasters geschleudert und zog sich dabei ebenfalls Kopfverletzungen zu. Er konnte jedoch von alarmierten Rettungskräften schnell versorgt und mit einem Rettungswagen ins Klinikum Niederberg in Velbert gebracht werden.

Die Rettung des 38-jährigen Fahrers gestaltete sich hingegen schwieriger, da der tonnenschwere Baum auf der niedergedrückten Kabine lag. Dennoch konnte die Feuerwehr den Mann schließlich aus seiner Lage befreien. Nach notärztlicher Versorgung wurde der Schwerverletzte in die Berufsgenossenschaftlichen Unfallkliniken in Duisburg transportiert. Die Verletzungen scheinen laut Polizei nicht lebensgefährlich zu sein.

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