Ehrenamtliche Malteser stark gefordet


Köln (MHD) – Sie gehören zum Bild einer jeden größeren Veranstaltung wie Ticketservice, Tontechniker oder Beleuchter: Die ehrenamtlichen Sanitäts- und Betreuungskräfte der Malteser-Einsatzdienste in NRW. Im vergangenen Jahr bewältigten sie über 6600 Einsätze, wie die Organisation jetzt mitteilte. 

 

Ohne die ehrenamtlichen Sanitäter, Rettungsassistenten und Ärzte wären Großveranstaltungen wie die Loveparade oder der Kölner Karneval, aber auch Konzerte, Sport- und Stadtfeste aufgrund der gesetzlichen Auflagen für die Sicherheit der Besucher kaum noch durchführbar. Auch bei Großschadenslagen wie nach dem Archiveinsturz in Köln oder schweren Unfällen tragen sie maßgeblich zur Bewältigung der Lage bei.

Die 1155 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in den 152 Gruppen des Sanitätsdienstes der Malteser in NRW leisteten 2008 bei 6620 Einsätzen wirksame Hilfe im Gesamtsystem der Notfallvorsorge, insbesondere in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst. Dabei nahmen fast 20.000 Besucher von Veranstaltungen aller Art die Hilfe der Helfer in Anspruch, darunter 750, die „Erste Hilfe für die Seele“ nach traumatischen Ereignissen benötigten.

Aber auch die Betreuung von Evakuierten bei Bombenräumungen und die Versorgung von Einsatzkräften der Feuerwehren und Hilfsorganisationen gehört zu den Aufgaben der weiteren 1209 Malteser in den 104 Betreuungsgruppen in NRW. 150 Einsätze waren das 2008.

Seit Anfang März versorgen die Feldköche und Betreuungshelfer der Malteser beispielsweise nun schon die Einsatzkräfte in Köln nach dem Archiveinsturz. Es ist mittlerweile der längste ehrenamtliche Betreuungseinsatz in der Geschichte der Malteser.

Die Einsatz-Herausforderungen für die Helfer in den Einsatzdiensten werden 2009 nicht weniger, auch wenn es in diesem Jahr keine Loveparade im Ruhrgebiet geben wird. Die größte Herausforderung für die Malteser in NRW wird es aber sein, weiterhin motivierte Freiwillige für diese wichtigen Dienste zu gewinnen.

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