DVR: 35 Tote im Jahr an Bahnübergängen


Bonn (DVR/ADAC) – Im Jahr 2015 kamen 35 Menschen an Bahnübergängen in Deutschland ums Leben – 90% davon durch menschliches Versagen. Das geht aus der gestrigen (12.06.2017) Pressemitteilung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats e.V. (DVR) hervor.

Deutschlandweit kam es im Jahr 2015 dem DVR zufolge im Schnitt an jedem zweiten Tag zu Unfällen an Bahnübergängen. Der ADAC veröffentlichte noch weit höhere Zahlen. Häufig sei es Leichtsinn, der zum Unglück führe. Viele Pkw-Fahrer übersähen in ihrer Eile die Warnsignale an einem unbeschrankten Übergang oder überführen gar geschlossene Halbschranken.

Oft sei aber auch Unwissen der Grund für Zusammenstöße von Pkw mit Zügen: so zeigen Umfragen laut DVR, dass viele Menschen nicht wüssten, was Andreaskreuz oder die Lichtzeichen vor Bahnübergängen signalisieren.

Dem Lokführer bleibt im Ernstfall keine Zeit zu reagieren: Bis zu 1.000 Meter benötigt etwa ein 100 km/h schneller Reisezug zum Anhalten.

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An jedem Bahnübergang gilt daher: Vorsichtig nähern, immer bremsbereit sein, nicht überholen und nicht darauf anhalten.

Wer beispielsweise ein Lichtzeichen übersieht, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 240 Euro, zwei Punkten im Flensburger Fahreignungsregister und einem Monat Fahrverbot rechnen. Im schlimmsten Fall kostet es das Leben.

(13.06.2017; Foto: DVR/Gerhard Zerbes; Quellen: DVR und ADAC)

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