Düsseldorf: Feuer auf Hotelschiff


Düsseldorf (BF) – In der Nacht zu Freitag ist auf einem Hotelschiff bei Düsseldorf ein Brand ausgebrochen. 102 Passagiere und 32 Besatzungsmitglieder waren in akuter Lebensgefahr.

Durch das schnelle Eingreifen der Crew sei eine Katastrophe verhindert worden, teilte die BF Düsseldorf mit. Lediglich vier Menschen mussten mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Zu nachtschlafender Zeit brach auf einem Schiff mit britischen Touristen ein Feuer in der Vorratskammer aus. Die niederländische Besatzung bemerkte das Feuer und begann umgehend mit der Rettungsaktion. Durch den Brand waren das untere Deck, wo die Besatzung ihre Kojen hat, und die beiden Decks darüber mit den Schlafräumen der 102 Passagiere schnell verraucht.

Die Besatzung weckte alle Anwesenden und versammelte sie auf dem Freideck des 110 Meter langen Hotelschiffs. Zwei Crewmitglieder versuchten unter Atemschutz vergeblich, die Flammen zu löschen.

Der Kapitän informierte über Funk die Polizei, die wiederum die Feuerwehr alarmierte. Parallel wurde auch das Feuerlöschboot der Feuerwehr Neuss sowie die DRK-Wasserwacht zur Unglücksstelle geschickt.

Zeitgleich mit den landgebundenen Kräften traf das Rettungsboot der Feuerlöschbootstation Düsseldorf am Unglücksort ein. Es nahm Feuerwehrmänner auf und brachte sie zum 400 Meter entfernten Havaristen. Der Kapitän zog mit seinen Leuten die Einsatzkräfte regelrecht die Bordwand hinauf, da der Höhenunterschied zu groß war, um überzusteigen.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich bereits alle Passagiere auf Deck. Sie waren in der Regel nur notdürftig bekleidet, keiner aber wies ernsthafte Verletzungen auf.

Ein zufällig an der Unglückstelle vorbeifahrendes Hotelschiff wurde von der Wasserschutzpolizei angesprochen und ging längsseits zum Havaristen. 104 Menschen konnten so auf das andere Schiff umsteigen. Zwei Notärzten, vier RTW-Besatzungen und sechs Feuerwehrmänner untersuchten die betroffenen Passagiere auf Verletzungen.

Die einfachste Möglichkeit, die Betroffenen sicher an Land zu bringen, bestand nur in der Düsseldorfer Altstadt – 45 Minuten entfernt. Während der Fahrt wurden alle Patienten untersucht.

Auf dem Burgplatz versammelten sich weitere Rettungswagen und ein Großraumkrankenwagen, um die Verletzten in Empfang nehmen zu können. Vier Frauen (34, 58, 80 und 85 Jahre) mussten mit leichter Rauchvergiftung in Krankenhäuser gebracht werden.

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