DRK: gefährliche Blockade bei der Ausbildung des Personals


Stuttgart (DRK) – Als „Kernstück des Bevölkerungsschutzes“ bezeichnete am Dienstag (20.05.2014) Dr. Lorenz Menz, Präsident des DRK-Landesverbands Baden-Württemberg, die Bedeutung des Rettungsdienstes.

„Wir stehen seit Jahrzehnten für einen guten und schnellen Rettungsdienst“, so Dr. Menz während der Jahrespressekonferenz des DRK-Landesverbands. Jedoch gebe es eine gefährliche Blockade bei der Ausbildung des Personals. Der Grund: Bund, Land und Krankenkassen stritten über die Verteilung der Kosten. „Ohne eine unverzügliche Einigung bei den Kosten können wir in drei Jahren viele Rettungswagen nicht mehr mit qualifiziertem Personal besetzten“, warnt Dr. Menz. In einem Brief an die Landtagsabgeordneten und die Krankenkassen habe das Rote Kreuz auf die drohende Unterversorgung hingewiesen.

Auch auf das viel diskutierte Thema „Hilfsfristen“ wurde bei der Konferenz eingegangen. Sie sei für die Qualität im Rettungsdienst ein sehr wichtiger Parameter „Hilfsfrist“. Angesichts von kontinuierlich steigenden Einsatzzahlen sei die positive Entwicklung der letzten Jahre allerdings ins Stocken geraten, stellte der Präsident fest. Insbesondere dort, wo im Vorjahr die Einhaltung der Hilfsfrist erreicht worden seien, zeige sich jetzt ein Rückgang. „Eine knappe Erreichung der Vorgaben darf nicht als Ruhekissen betrachtet werden“, mahnte Dr. Menz.

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